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Asien - Myanmar

zur Länderinfo

Myanmar (früherer Name: Burma/Birma) liegt in Südostasien. Im Südwesten grenzt es an den Golf von Bengalen und an das Andamanische Meer. Angrenzende Länder sind Bangladesch, Indien, China, Laos und Thailand.

 Städte

  • Naypyidaw - seit November 2005 die neue offizielle Hauptstadt des Landes, eine Retortenstadt nahe Pyinmana
  • Yangon - die größte Stadt des Landes
  • Mandalay - Myanmars zweitgrößte Stadt - Ort mit vielen Sehenswürdigkeiten
  • Sittwe (früher Akyab) - Hauptstadt des Rakhine State und Ausgangspunkt für die Fahrt zur alten Königshauptstadt Mrauk U.
  • Taunggyi -die größte Stadt in der Nähe vom Inle See und Pindaya.
  • Tachilek - nahe der Grenze zu Thailand

  weitere Ziele

  • Bagan - riesiges antikes Tempelareal. Touristenziel Nummer Eins in Myanmar.
  • Inle See - romantischer See südlich von Taunggyi.
  • Kyaiktyo Pagode - Der Goldene Felsen.
  • Pindaya - Ort im Shan State. Höhlen mit über 8000 Buddhafiguren
  • Ngapali Beach - ruhiger Traumstrand - es gibt keinen besseren Ort zum Entspannen
  • Mrauk U - alte Königshauptstadt im Rakhine State
  • Mount Popa - dort liegt der Sitz der Nats - imposanter solitär stehender Berg

 Gliederung

Myanmar gliedert sich in sieben States und sieben Divisions. Die Landesteile, die überwiegend von der größten Volksgruppe Myanmars, den Bamar, besiedelt sind, heißen Division, die Bereiche, die überwiegend von Minderheiten bewohnt werden, State.

Die Minderheiten-States bilden zum überwiegenden Teil die Außengrenzen Myanmars; im Uhrzeigersinn beginnend im Südwesten:

  • Rakhine (Arakan) (Hauptstadt: Akjab)
  • Chin (Hauptstadt: Hakha)
  • Kachin (Hauptstadt: Myitkyina)
  • Shan (Hauptstadt: Taunggyi)
  • Kayah (Hauptstadt: Loi-kaw)
  • Kayin oder Karen (Hauptstadt: Pa-an)
  • Mon (Hauptstadt: Mawlamyaing)

Von den sieben Divisions verfügen zwei über Außengrenzen auf dem Festland, die übrigen fünf liegen entweder im Binnenland oder am Meer:

  • Sagaing (Division) (Hauptstadt: Sagaing)
  • Tanintharyi (Tenasserim) (Hauptstadt: Tavoy)
  • Ayeyarwaddy (Division) (Hauptstadt: Pathein)
  • Yangon (Hauptstadt: Rangun)
  • Bago (Pegu) (Hauptstadt: Bago)
  • Magway (Division) (Hauptstadt: Magway)
  • Mandalay (Division) (Hauptstadt: Mandalay)

 Hintergrund

Das Land wird von einem sozialistischen Militärregime regiert, dessen Politik wegen der Einschränkung grundlegender Menschenrechte kritisiert wird. Deshalb wird es von vielen Staaten mit Embargos belegt. Insbesondere sind das die Staaten der Europäischen Union sowie die USA. Größere Handelsbeziehungen existieren mit China sowie weiteren asiatischen Ländern. Ebenso gibt es lokale Beziehungen zum Nachbarn Thailand. Speziell im Kampf gegen den Drogenhandel. Jeder Tourist muss sich bewußt sein, dass ein Großteil seines Geldes bei der Regierung landet. Daher sollte sich jeder vor der Reise überlegen, ob er das Land besucht, oder dem Aufruf der burmanischen Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi folgt, und das Land boykottiert. Wikitravel ist nicht der Ort für politische Diskussionen. Für diesen Gedankenaustausch gibt es Foren im Internet. Vor Ort sollte man sich nicht mit Einheimischen über die Politik des Landes unterhalten. Unter Umständen kann das Probleme für beide Seiten bringen.

In Myanmar gibt es viele Volksgruppen, die allein 100 Sprachen und Dialekte sprechen. Neben den Burmanen, die zwei Drittel der Gesamtbevölkerung ausmachen, gibt es die Karen, Shan, Chin, Arakanesen, Wa, Palaung, Mon, Kachin, Akha, Lahu, Naga, Intha. Diese bestehen teilweise noch aus Untergruppen. 88% der Einwohner Myanmars sind Theravada-Buddhisten. Aufgrund der vielen Volksgruppen flammen immer wieder Unruhen in einigen Regionen auf. Viele Völker wollen eine komplette oder teilweise Unabhängigkeit. Ein Beispiel sind die Karen im Grenzgebiet zu Thailand, die mit einer Kinderarmee für einen eigenen Staat kämpfen. Aber nur selten sind Informationen zur derzeitigen Situation zu bekommen. Offiziell gibt es in der Zwischenzeit zwischen der Regierung und allen rebellischen Gruppen eine Waffenruhe.

1989 wurden im Rahmen eines Prestigeprojektes der Regierung der Landesname sowie Orts- und Flußnamen umbenannt. Um Verwirrungen zu vermeiden, werden hier nur die neuen Namen verwendet, da sie auch im Land üblich sind. Einige wichtige Beispiele:

  • Union of Burma -> Union of Myanmar
  • Rangoon -> Yangon
  • Akyab -> Sittwe
  • Arakan -> Rakhine

Weite Teile des Landes sind nach wie vor für den Tourismus gesperrt. Dazu gehören zum Beispiel der Chin State und weite Teile des Shan State. Einige weitere Orte sind zwar zugänglich, allerdings herrschen verschiedene Einschränkungen. Teilweise ist eine spezielle Reiseerlaubnis notwendig, teilweise braucht man einen Führer, teilweise sind die Reiserouten vorgegeben. So sind einige Orte nur mit dem Flugzeug, bzw. auf einer vorgeschriebenen Straße erreichbar. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zum einen dient es dem Schutz des Reisenden (auf der Inlands-Strecke nach Kengtung kommt es immer wieder zu Überfällen), zum anderen sollen einfach einige Regionen vom Blick des Ausländers verborgen bleiben. Die touristischen Hauptattraktionen des Landes sind aber ohne Bedenken und Probleme zu bereisen. Wer weitere Regionen bereisen will, sollte sich vor Ort bei Reisebüros (z.B. beim staatlichen Reiseunternehmen MTT) sowie den entsprechenden Behörden informieren. Die Wirtschaft des Landes wird zur Zeit von zahlreichen Joint Ventures aufgebaut. Die typische Konstruktion dieser Joint Ventures sieht etwa so aus: Ein ausländischer Investor stellt das Geld zur Verfügung und bekommt 49% der Anteile des Unternehmens. Eine Tochter oder ein Sohn eines hochrangigen sozialistischen Nomenklaturamitgliedes bekommt 51% der Anteile - oft ohne jede finanzielle Einlage. So privatisiert die herrschende sozialistische Militärkaste den Reichtum des Landes.

 Anreise



Eine Anreise ist nur per Flugzeug möglich. Internationale Flughäfen gibt es in Yangon und Mandalay. Ausnahmen stellen eintägige Ausflüge von Thailand aus dar (Tachilek - Grenzgebiet im nördlichen Thailand sowie Tauchausflüge in der Andamanensee).

Für die Einreise sind ein noch sechs Monate gültiger Reisepass und ein Visum erforderlich. Hierzu muss man den Visa-Antrag und ein Arrival Report Form ausfüllen. Beides kann man sich von der Myanmarischen Botschaft in Berlin zufaxen lassen oder auf deren Website herunterladen. Der Reisepass wird zusammen mit den Formularen, der Gebühr und einem für ein Einschreiben frankierten Rückumschlag an die Botschaft geschickt. Nach einer Woche liegt der Reisepass mit dem Visum wieder im Briefkasten. Das Arrival Report Form ist bei der Einreise nach Myanmar mit sich zu führen. Wer das Visum schneller benötigt, kann auch die Dienste eines Visumkuriers  in Anspruch nehmen.

 Luftweg

Eine Einreise nach Myanmar per Flugzeug ist über den internationalen Flughafen in Yangon möglich. Von Europa aus kann man Myanmar nicht mit einem Direktflug erreichen. Die am häufigsten benutzten Umsteigeflughäfen sind Bangkok und Singapur. Bei der Ausreise aus Myanmar ist auf dem Yangoner Flughafen eine Flughafengebühr von $US 10 zu zahlen.

 Landweg

Eine Einreise auf dem Landweg ist ohne weiteres nicht möglich. Lediglich die Stadt Tachilek ist von Thailand aus auf einer fest vorgeschriebenen Route zu erreichen. Eine Weiterfahrt auf dem Landweg ist nicht möglich, es gibt aber Flugverbindungen in andere Städte Myanmars. Innerhalb des Landes ist Tachilek für Touristen nur mit dem Flugzeug erreichbar. Es ist auch möglich, im Süden Myanmars von Ranong (Thailand) aus kommend nach Kawthaung einzureisen. Von hier ist die Weiterreise per Schnellfähre (nach Myeik und/oder Dawai) und Flugzeug möglich. In beiden Fällen sind zur Weiterreise spezielle Genehmigungen unbedingt notwendig sowie ein gültiges Visum. Die Genehmigung kann jedoch bei der örtlichen Tourismus Agentur MTT gegen eine Gebühr von z.Z. USD 30,- problemlos eingeholt werden.

 Seeweg

Eine internationale Seeroute nach Myanmar gibt es derzeit nicht.

 

 Mobilität

  Flugzeug

Es gibt ein Netz von Flugrouten, mit dem die größeren Orte Myanmars verbunden sind. Aufgrund mangelnder Wartung sollte nicht die einheimische Fluggesellschaft Myanma Airways benutzt werden (Schreibweise ohne "r"). Diese ist aber nicht mit der international fliegenden Gesellschaft Myanmar Airways International zu verwechseln. Die drei Fluggesellschaften Air Mandalay, Air Bagan und Yangon Airways bedienen alle Strecken zu touristisch interessanten Orten und teilweise zu asiatischen Metropolen.

 Bahn

Das Land besitzt ein Bahnnetz, welches die größeren Städte miteinander verbindet. Bei Touristen recht beliebt ist die Bahnfaht von Yangon nach Mandalay. Das Ticket kostet ca. $US 30-40. Das Fahren mit der Bahn in Myanmar ist eine gemächliche Angelegenheit. Der Zug fährt recht langsam, mehrstündige Verspätungen sind durchaus normal. Als Tourist sollte man die erste Klasse buchen. Dort sitzt es sich sehr bequem. Wer einen angeschlagenen Magen hat, und oft die Toilette aufsuchen muss, sollte sich vielleicht überlegen, den über 14 Stunden-Ritt zu verschieben. Man sollte sich für die Fahrt mit Trinkwasser versorgen. Dann steht einer interessanten und beschaulichen Fahrt nichts mehr im Wege. Wer einen Abstecher zum Inle See machen will, steigt in Thazi um.

 Bus

Es gibt staatliche und private Busse. Die staatlichen sind billig. Das erkauft man sich mit einer ziemlich unbequemen Reise. Diese Busse sind immer überfüllt. In der Zwischenzeit gibt es auch einige private Busunternehmen, die die wichtigen Hauptstrecken bedienen. Hier hat man dann seinen eigenen Sitzplatz und Klimaanlage. Man sollte sich das Ticket einen Tag im voraus besorgen. Aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse wird das Fahren allerdings nie wirklich bequem sein und man kommt in der Regel auch nicht zu einem Nickerchen. Am Schlafen hindert in vielen Überlandbussen außerdem das in schallender Lautstärke über meist schwer knarzende Boxen auf einem Fernseher ausgestrahlte Karaoke-TV, bei dem der gesamte Bus lauthals mitsingt - auf jeden Fall ein Erlebnis. Die langen Fahrten werden alle paar Stunden unterbrochen um zu Essen oder zur Toilette zu gehen.

  Auto

  • Pickups: Auf allen Verbindungen zwischen den Orten verkehren auch Sammeltaxis (Pick-Ups). Auch hier geht es sehr eng und unbequem zu. Bei Regen kann man zusätzlich noch naß werden. Für große Strecken ist von der Benutzung abzuraten.
  • PKW: Es ist Ausländern nicht erlaubt, in Myanmar ein Auto zu führen. So gibt es auch keine Autovermietungen. Man kann sich aber durchaus ein Auto mit einem Fahrer mieten. So ist es auch möglich sich für den ganzen Urlaub ein Auto mit Fahrer zu besorgen.

  Schiff

Einige Strecken im Land kann man auch mit dem Boot befahren. Dazu gehören alle Verbindungen auf dem Ayeyarwaddy. Allerdings ist es ein sehr gemächliches Reisen. Aber man bekommt auf bequeme Art und Weise viel vom Land zu sehen. Empfehlenswert sind folgende Touren:

  • Mandalay - Bagan - Pyay
  • Sittwe - Mrauk U

 Sprache

Die Haupt- und Amtssprache ist Birmanisch. Nebenbei gibt es etwa 100 weitere Sprachen und Dialekte. Das Burmanische gehört der Tibeto-Burmanischen Sprachgruppe an. Die Schrift setzt sich hauptsächlich aus Kreissegmenten zusammen. Der Ursprung dieser Schrift ist - ebenso wie der thailändischen und laotischen - Südindien. Wie bei anderen Sprachen Südostasiens ist auch beim Burmanischen die Bedeutung der Worte von der Betonung abhängig. Daher sollte man sich die Worte beim Lernen von einem Einheimischen vorsprechen lassen. Die Schwierigkeiten mit der Aussprache sollten den interessierten Reisenden nicht davon abhalten, sich ein paar Worte anzueignen. Ein 'Mingalabah!' für 'Guten Tag' oder 'Shisubeh!' für 'Danke' wird den Einheimischen schnell ein Lächeln auf das Gesicht zaubern. Sehr oft findet man die Silbe Shwe- in den Bezeichnungen. Dieses ist das birmanische Wort für Gold.

Alle Myanmaren, die mit Touristen in Kontakt kommen, können Englisch. Es ist somit kein Problem, sich zu verständigen. In touristisch wenig frequentierten Gebieten, wie zum Beispiel in Sittwe und Mrauk U herrscht teilweise nur ein kleiner Grundwortschatz, da kann es auch mal im Hotel mit der Verständigung eng werden. Das sollte aber niemanden davon abhalten, diese Gegenden zu bereisen.

 Kaufen

Die in Myanmar gültige Währung ist der Kyat. Es sind nur Scheine im Umlauf. Für die Bezahlung von Eintrittsgeldern und in Hotels ist auch der Dollar üblich. Ein Problem stellt der Umtausch der Dollar in Kyat dar. Der offizielle Umtauschkurs weicht extrem vom eigentlichen - dem Schwarzmarktkurs ab. So ist man gezwungen, auf dem Schwarzmarkt zu tauschen. In Yangon ist das im Scott Market (Bogyoke Aung San Market) und an der Sule Pagode möglich. Meistens wird man dort schon angesprochen. Der Wechselkurs ist auf dem Schwarzmarkt zu einem gewissen Teil auch Verhandelungssache. In verschiedenen Landesteilen weicht der Kurs auch stark voneinander ab. Oft kann man auch im Hotel das Geld tauschen, dann ist der Kurs meist etwas schlechter. Kreditkarten und Travellerschecks werden in Myanmar nicht akzeptiert! Man sollte sich für den Urlaub mit ausreichend Dollar in bar ausstatten. Vor einigen Jahren war es notwendig am Flughafen bei der Einreise $US 200 in FECs zu tauschen. Bei der Bezahlung waren sie dem Dollar gleichwertig. 2003 galt die Regel nicht mehr. Pauschalreisende waren von der Regelung nicht betroffen. Deshalb muss man bei der Visa-Beantragung entsprechende Angaben machen. Eine Einführung bzw. Abschaffung der Regel ist jederzeit möglich. Deshalb sollte man sich bezüglich der Finanzplanung vor der Reise gründlich in entsprechenden Internet-Foren informieren.

 

 Küche

Es gibt in Myanmar eine Reihe von Curries, die sich in den einzelnen Regionen unterscheiden. Beispielsweise sind die Curries im Rakhine State bedeutend schärfer als im Rest des Landes. In Rakhine werden auch Stäbchen benutzt, während in anderen Gegenden mit der Hand, bzw. mit Löffel und Gabel gegessen wird. Ein Allrounder ist die Suppe Mohinga. Ohne feste Rezeptur kann sie zu jeder Tageszeit gegessen werden. Einige Hotels und Gästehäuser bieten sie auch als Alternative zum eher langweiligen Kontinentalfrühstück an, welches normalerweise bei der Übernachtung inklusive ist. Dieses besteht immer aus Toast, Butter, Marmelade und 2 Eiern.

 Ausgehen

Infolge der Isolation des Landes und der wenigen Touristen des Landes ist außer den kulturellen und den Erholungsmöglichkeiten in Myanmar nicht viel los. Die Myanamaren selber gehen eher früh zu Bett. In den Hotels der Oberklasse gibt es Clubs, die lange geöffnet haben und Live-Musik und Möglichkeiten zum Tanzen bieten.

 Unterkunft

Jeder größere Ort in den Gebieten, die für Touristen geöffnet sind, bietet Unterkünfte, die auf den westlichen Touristen eingestellt sind (WC). Einfache Unterkünfte haben in der Regel einen Ventilator. Für Zimmer mit Klima-Anlage muss man einen deutlichen Aufschlag zahlen. In Myanmar ist die Stromversorgung unregelmäßig. Nachts fällt er schon mal ganz aus. Dann geht natürlich auch die Klimaanlage nicht. Bessere Hotels haben in der Regel eine eigene Not-Stromversorgung. Wer darauf Wert legt, sollte vor dem Einchecken danach fragen. Man kann aber kein Preislevel angeben, ab dem der Service vorhanden ist. Als grobe Orientierung kann man vielleicht $US 20-25 sagen. Prinzipiell kann man davon ausgehen, dass das Preisniveau in den abgelegenen Gegenden etwas höher liegt. Busse und Züge starten in Myanmar in der Regel früh am morgen gegen 06:00 oder 07:00 Uhr. Das macht oftmals ein zeitiges Aufstehen erforderlich und bietet nicht mehr die Möglichkeit zu Frühstücken. Wie überall in Südostasien haben eigentlich auch die Myanmaren kein Problem Ihre Dienste jederzeit anzubieten. So ist es normalerweise möglich, sich auch früh um 05:00 das Frühstück als Lunch-Paket mit auf dem Weg geben zu lassen. Man braucht eigentlich nur am Abend vorher bescheid sagen. So bekommt man meistens auch noch schnell einen Kaffee hingestellt.

 Arbeiten

Vor Ort zu arbeiten ist kaum möglich. Lediglich ausländische Firmen, die vor Ort tätig sind, bieten die Möglichkeit, im Land zu arbeiten. Viele Firmen haben sich aber aufgrund der politischen Besonderheiten und der Probleme, die einem die Regierung in den Weg legen kann, wieder zurückgezogen. Eine weitere Möglichkeit, im Land tätig zu sein, bieten gemeinnützige Organisationen.

 Feiertage



Termin Name Bedeutung
Januar/Februar Vollmondfest Das Fest findet an drei Orten statt: im Ananada-Tempel in Bagan, der Shwedagon-Pagode in Yangon und der Shwenattaung-Pagode in Pyay
Januar/Februar htamane Reiserntefest
Februar/März Vollmond von Tabaung Pagodenfeste im ganzen Land
April/Mai Vollmond von Kason  
April/Mai Thingyan Das Wasserfest wird zu Beginn des neuen Jahres gefeiert
Juni/Juli Vollmond von Waso Beginn der buddhistischen Fastenzeit
Juli Natfest Natfest auf dem Mt. Popa
Juli/August Vollmond von Wagaung Beginn der buddhistischen Fastenzeit
September/Oktober Vollmond von Thadingyut Ende der buddhistischen Fastenzeit
September/Oktober Phaung Daw U Pagodenfest großes Fest auf dem Inle See
September/Oktober Dewali Lichterfest
Oktober/November Vollmond von Tazaungmon Vollmondfest in der Shwezigon Pagode in Bagan
November Ballonfest Heißluftballonfest in Taunggyi
November/Dezember Vollmond von Nadawt Natfeste
Dezember/Januar Vollmond von Pyatho  
4. Januar Independence Day Nationalfeiertag
12. Februar Tag der Einheit (Union Day) Feiertag zur Erinnerung an die Gründung des Landes im Jahre 1947
2. März Tag des Bauern Paraden in der Hauptstadt
27. März Tag des Widerstandes Paraden in der Hauptstadt
1. Mai Tag der Arbeit  
19. Juli Tag der Erinnerung an Bogyoke Aung San
4. Dezember Nationalfeiertag Nationalfeiertag

 Sicherheit

In den für Touristen frei zugänglichen Gebieten kann man sich in der Regel ohne Sicherheitsbedenken frei bewegen. Auch allein reisende Frauen brauchen keine Bedenken haben. Wie eigentlich immer im Urlaub sollte man immer ein Auge auf seine Besitztümer haben. Das einzige Sicherheitsrisiko stellen die weltweite Terrorgefahr sowie möglicherweise aufflammende interne Unruhen dar. So kam es am 26.04.05 und am 7.5.2005 zu Bombenanschlägen in Mandalay in Yangon. Eventuelle Auswirkungen auf den Tourismus lassen sich aufgrund der spärlichen Informationspolitik des Landes kaum abschätzen. Man sollte sich daher vor der Reise über die aktuelle Situation informieren.

  • Auswärtiges Amt - Hier gibt es die aktuellsten offiziellen Hinweise.
  • The Irrawaddy - Unabhängige Zeitung mit Fokus auf Myanmar
  • Bangkok Post - Hier findet man News zum Geschehen in Südostasien

Wie bereits oben erwähnt, sollte man sich vor Ort nicht mit Einheimischen über die Politik des Landes unterhalten oder gar Kontakt zu irgendwelchen politischen Bewegungen suchen. Unter Umständen kann das Probleme für beide Seiten bringen.

 Gesund bleiben

Was die Gesundheit betrifft ist natürlich einiges zu beachten. Eine Hepatitisimpfung ist notwendig. Ebenso empfohlen ist die Impfung gegen Thyphus. In einigen Foren findet man auch Hinweise und Empfehlungen, sich gegen Tollwut und japanische Enzephalitis zu impfen. In jedem Fall sollte man vor der Abreise einen Arzt konsultieren, um die notwendigen Vorkehrungen abzusprechen.

Malaria. Die WHO stuft mit Ausnahme der Stadtregionen von Yangoon und Mandalay das Land unter 1000 Höhenmetern als Malaria Risikogebiet ein und rät zur Prophylaxe. Wichtig sind also hierbei die üblichen Vorbeugemaßnahmen gegen Mückenstiche (lange, helle Kleidung; Mückenspray, Moskitonetz). Als Notfallmittel sollte hier jeder Tourist das Medikament Malarone dabeihaben. Einige Teile des Landes, an denen der Tourist vorbeikommt, sind aufgrund geografischer und klimatischer Verhältnisse malariafrei. Dagegen ist die Küstenregion sehr malariagefährdet (z.B. Ngapali Beach). Laut Auswärtiges Amt besteht in der Gegend um Ngapali Bech nur eine geringes Malariarisko!

Die medizinische Versorgung in Myanmar ist in technischer, apparativer und hygienischer Sicht mit Europa nicht zu vergleichen. Bei komplizierten Beschwerden sollte man eventuell einen kurzen Trip nach Bangkok in Erwägung ziehen. Dort findet man jede Menge Ärzte auch mit Fremdsprachenkenntnissen.

 Klima

In Myanmar herrscht typisches Monsunklima mit drei unterschiedlichen Jahreszeiten. Dadurch ergibt sich eine ideale Reisezeit von Mitte Oktober bis Mitte Februar. Dann herrschen tagsüber angenehme 30°. Leichte Sommerkleidung für untertags ist also völlig ausreichend. Allerdings kann es in einigen Gegenden, z.B. in höher gelegenen Orten wie in Pindaya oder am Inle See, abends und in der Nacht recht kühl werden. Dann benötigt man unbedingt auch warme Pullover oder Jacken. Die Region um Mandalay kann in der Zeit von März bis Juli extrem heiß werden, Temperaturen von über 40 Grad sind dort dann keine Seltenheit!

Monat J F M A M J J A S O N D
Temperatur min. 19 20 22 25 25 25 24 25 25 25 23 20
Temperatur max. 32 34 35 36 33 30 30 30 30 31 31 31

 Respekt

Auch wenn Myanmar zu den ärmsten Ländern der Welt zählt, legt man Wert auf ein gepflegtes Äußeres. Deshalb tragen fast alle Männer - neben dem für den Europäer ungewohnten Wickelrock (Longyi) - ein gepflegtes Hemd. Daher sollte auch der Tourist einiges beachten. Die Knie und Schultern sollten immer bedeckt sein. Bademode gehört nur an den Strand und den Hotel-Pool. So gibt es auch einige Verhaltensregeln, die es zu beachten gilt. Im Gegensatz zu einigen anderen Ländern Südostasiens hat die Regierung die Bevölkerung jahrzehntelang von der Außenwelt isoliert. So ist niemand in diesem Land an Massentourismus gewöhnt. Begegnen Sie deshalb den Menschen bescheiden und zurückhaltend. Durch Heben der Stimme oder gar Wutausbrüche verlieren sie in den Augen eines Myanmaren Ihr Gesicht. Eine große Portion Gelassenheit zur Kompensation von Unzulänglichkeiten gehört unbedingt in das Gepäck eines Myanmar-Touristen. Im Gegensatz zu Europa sind Umarmungen und Zärtlichkeiten bei Paaren in der Öffentlichkeit unmöglich. Das Händeschütteln als Begrüßung ist nicht beliebt. Als besonders heiliger Teil des Körpers gilt der Kopf. So berührt man niemals ohne besonderen Grund den Kopf eines Kindes. Vor Pagoden und Tempeln müssen prinzipiell die Schuhe ausgezogen werden.

 Kommunizieren

  • Internet: Durch die strenge Isolierungspolitik der Regierung ist der Zugang zum Internet im Land beschränkt. Trotzdem bieten immer mehr Internetcafés und Hotels, vor allem in Yangon, Mandalay und Bagan, Internetzugänge für ihre Gäste an. Diese sind oft sehr langsam und instabil. Die bekannten E-Mail-Dienste wie z.B. Google oder Yahoo sind oft gar nicht oder zeitweise nicht erreichbar, E-Mail-Zugänge von Firmen oder kleineren Anbietern allerdings meistens schon. Als eines der ersten bietet das Cafe "Tokyo Donuts" in Yangon einen kostenlosen WLAN-HotSpot an. Der Abruf von Emails IMAP oder POP3 Servern funktionierte jedoch nicht. Gmail hingegen scheint nicht mehr blockiert zu werden. (Stand Feb. 2010).
  • Telefon: Auch das Telefonnnetz ist nur eingeschränkt nutzbar. Es ist nicht immer möglich von jedem Ort zu jedem Ort in Myanmar zu telefonieren. Das liegt an den teilweise unterschiedlich ausgebauten lokalen Netzen. Es ist in der Regel möglich, von der Hotelrezeption ein Gespräch nach Hause zu führen. Die Kosten belaufen sich auf ca. $US 4 pro Minute. Öffentliche Telefonzellen gibt es nicht.
  • Mobilfunk: Ein Mobilfunknetz wird gerade aufgebaut und funktioniert schon. Es haldelt sich hierbei um ein GSM 900 Netz der Firma Myanmar Posts and Telecommunications (Das Display zeigt "MPT GSM" an). Mit einer deutschen Sim-Karte ist noch kein Roaming möglich. (vorrausichliches Abkommen mit Telefonica o2, Mitte 2010). In Grenznähe (z.B. Kawthoung) funktionieren Sim-Karten des Nachbarn Thailand gut. Die Kosten über MPT sind mit USD 0,90/Min ins Ausland akzeptabel es ist jedoch nach wie vor Glückssache, wenn einmal eine einwandfreie Verbindung zustande kommt. Das versorgte Gebiet umfaßt bis dato: Rangoon und Umgebung / Mandalay und Umgebung / Bhamo Stadt / Dawei / Myeik. Bei Einreise muß das Mobiltelefon deklariert werden.
  • Post: Die Post ist in Myanmar noch sehr unzuverlässig. Eine Ankunft Ihrer Urlaubspost kann nicht garantiert werden. Eine Postkarte kostet 30 Kyat. Es ist am besten, man gibt die Karte persönlich bei der Post ab. Oder man fragt bei der Hotel-Rezeption nach.
    • DHL Worldwide Express: 7A, Kaba Aye Paya Str., Yangon; Tel.: +95-1-664423
  • Botschaften
    • Deutschland: Embassy of the Federal Republic of Germany - Hausanschrift: 9 Bogyoke Aung San Museum Road, Bahan Township, Yangon - Postanschrift: GPO Box 12, Yangon 11181 - Tel.: +95-1-5489-51,52,53, Fax: +95-1-548899, E-Mail
    • Österreich: 63, 157.Str., Tarmwe Township
  • Konsulate
    • Schweiz: Consulate of Switzerland, 63 Golden Valley, Bahan Township, Yangon, Telefon: +95 1 524 982, Fax: +95 1 537 663, E-Mail

Quellen
Texte: www.wikitravel.org, Christopher Kern und weitere wikitravel.org Autoren


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SONNE-International Myanmar – Straßenkinderprojekt in Yangon

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Projekt für Straßenkinder

Ort: Yangon

In Yangon leben tausende Kinder auf der Straße. Sonne International hat eine Kinder- und Jugendtagesbetreuungsstätte für diese Kinder eingerichtet wo sie verpflegt, gepflegt und unterrichtet werden.