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Südamerika - Kolumbien

zur Länderinfo

 

Kolumbien liegt in Südamerika. Angrenzende Länder sind Venezuela, Brasilien, Peru, Ecuador und Panama.

 

Wer das Land einmal besucht hat, wird bestimmt wieder kommen. Kolumbien hat so viele Sehenswürdigkeiten, ist eines der Länder mit den meisten Pflanzen- und Tierarten, bietet viele verschiedene Klimazonen und man trifft sehr viele nette Menschen. Auch wenn man fast kein Spanisch spricht, kommt man in dem Land gut weiter.

Kolumbien kann auch mit einem geringen Reise-Budget gut besucht werden, da der Euro eine hohe Kaufkraft besitzt.

Regionen

Anden Pazifik Karibik Amazonas Llanos Orientales

Städte

  • Barranquilla - Millionenstadt im Norden des Landes
  • Bogotá - Hauptstadt mit ca. 8 Mio Einwohnern.
  • Cartagena de Indias - eine der schönsten Städte, Altstadtkern gehört zum Welt-Kulturerbe der UNESCO.
  • Medellín - Hauptstadt des Departementes Antioquia - Hauptstadt der Paisas
  • Santa Marta - Stadt im Norden des Lands.
  • Cali - Metropole im Cauca-Tal

Weitere Ziele

  • Tayrona Nationalpark
  • San Andrés und Providencia, eine Inselgruppe in der Karibik
  • San Augustin - Ausgrabungsstätte und Canyon des Rio Magdalena, Weltkulturerbe
  • Tierradentro - Ausgabungsstätte mit Grabkammern der Paez-Indianer, Weltkulturerbe
  • Popayan - "Weiße" Kolonialstadt
  • Leticia - Ausflüge ins Amazonasgebiet
  • Mompox - Kolonialstadt
  • Guajira - Wüste und Indianerkultur
  • Las Lajas - Wallfahrtsort bei Ipiales
  • Pasto - Malerisches Kolonialstädtchen
  • Kaffeezone (Salento, Nevado Ruiz u.a. Ziele)
  • Villa de Leyva - Kolonialstadt in den Anden
  • Taganga - Tauchersport und Fischerdorf
  • Rodadero - Badeort mit nobleren Hotels
  • Nuqui - Pazifikstrandort, Regenwald, Wasserfälle und Walbeobachtungsmöglichkeiten
  • Zipaquira - Malerische Kolonialstadt mit einzigartiger Salzkathedrale
  • Laguna Guatavita - Lagune in der der Schatz von "El Dorado" liegen soll
  • Ciudad Perdida - Die verschwundene Stadt der Tayrona-Indianer

Anreise

Flugzeug

Internationale Flughäfen sind El Dorado in Bogotá, José María Córdoba in Medellín, Alfonso Bonilla Aragón in Cali, Rafael Núñez in Cartagena und Ernesto Cortissoz in Barranquilla. Flüge von Deutschland nach Bogotá gehen ab Frankfurt oder Hamburg über Paris, New York oder Madrid. Günstigere Verbindungen gehen meist über Caracas in Venezuela, Spanien oder Miami. Der Flug dauert ca.10-12 Stunden.

Auto

Mit dem Auto kann man von Ecuador oder Venezuela einreisen. Aufgrund nicht vorhandener Straßen in den Grenzgebieten zu Peru, Brasilien und Panama ist von dort nur die Anreise mit dem Schiff möglich. Über Fährverkehr liegen keine Informationen vor. Die momentan (Februar 2008) wohl sicherste Anreise ist die über die ecuadorianische Grenze Tulcan/ Ipiales. Auch die Grenzübergänge nach Venezuela bei Maicao und Ibarra sind mit dem Auto passierbar. Allerdings muss man inssbesondere beim zweitgenannten mit vielen Militärkontrollen rechnen. Diese sind öfter insbesondere auf venezuelanischer Seite korrupt und verlangen eine Art "Weggezoll", der sich aber in der Regel im einstelligen Dollarbereich abspielt.

Schiff

Von Peru und Brasilien kann man über den Amazonas problemlos nach Leticia einreisen. Von dort kommt man allerdings aufgrund seiner Lage im Regenwald nur mit dem Flug ins Landesinnere weiter. Die Häfen von Cartagena, San Andres und Providencia werden von vielen Kreuzfahrtschiffen und Yachten angefahren. In Baranquilla, Cartagena und Buenaventura gibt es zudem die Möglichkeit für hartgesottene Urlauber mit Frachtschiffen nach Venezuela, Panama oder Ecuador zu reisen.

Mobilität

Kolumbien teilt sich in drei Gebiete: im Nordwesten die Küste mit flachem Hinterland, von Südwest nach Nordost die drei Kordillieren (bis zu 5750 m hohe Bergketten) und im Südosten quasi unbesiedeltes Flachland. Die meisten Städte liegen in den Kordillieren - die sich nicht gerade für den Bau von Autobahnen und Bahnlinien eignen. Die meisten Straßen sind also eher schlängelige Bergpassstraßen - auch die Verbindungen zwischen den großen Städten.

Bus

Cauca FlussuferIn Kolumbien kann man überall mit dem Bus hin fahren. Zwischen größeren Städten verkehren sie meistens im Stundentakt. Meistens kann man einfach zum Busterminal fahren und sich dort den richtigen Bus raussuchen und muss dann nicht lange warten, bis dieser abfährt. Einige Busse fahren auch einfach dann, wenn sie voll sind. Bus fahren ist ziemlich billig, besonders, wenn man handelt.

 

 

  • Barranquilla - Cartagena: ~2,5 Stunden, ~10.000 COP
  • Barranquilla - Santa Marta: ~2 Stunden, ~10.000 COP
  • Bogotá - Pereira: ~ 9 Stunden
  • Bogotá - Medellín: 8 Stunden (~50.000 COP)
  • Bogotá - Barranquilla: 20 Stunden
  • Bogotá - Cali: ~10 Stunden (~60.000 COP)
  • Bogotá - Ipiales: 24 Stunden
  • Bogotá - Manizales: 8 Stunden
  • Bogotá - Tunja: 3 Stunden
  • Bogotá - Libano: ~7 Stunden, ~25.000 COP (Von Libano nach Ibague, die Hauptstadt des Departementos Tolima ~4 Stunden)
  • Libano - Manizales (durch den Parque Los Nevados): ~7 Stunden, 25.000 COP
  • Medellín - Barranquilla
  • Medellín - Cali ~7 Stunden (~40.000 COP)
  • Medellín - Cartagena: ~90.000 COP
  • Medellín - Manizales: 6 Stunden ~35.000 COP
  • Medellín - Pereira
  • Medellín - Santa Fe de Antioquia (nur auf der anderen Seite des Berges): ~3 Stunden

Es kommt also fundamental darauf an, wie viele wie hohe Berge zwischen Start- und Zielort liegen.

Busgesellschaften: Rápido Ochoa, Expreso Brasilia, Empresa Arauca und tausende weitere

Wenn möglich, sollte man tagsüber reisen, um Risiken zu minimieren.

Manchmal kommt es vor, dass das Militär auf den Straßen Kontrollen durchführt, nach Pässen fragt bzw. das Gepäck nach möglichen verbotenen Gegenständen/Stoffen überprüft.

Auto

Auch die Kolumbianer, die ein Auto besitzen, fahren normalerweise nur in einem Dunstkreis von 100 km um ihre Stadt mit dem Auto herum. Alles andere wird normalerweise mit dem Bus oder dem Flugzeug bestritten. Man kann aber natürlich auch mit dem Auto fahren. Die Straßenqualität ist in weiten Bereichen ok, wobei Ausnahmen wie die Archäologische Zone die Regel bestätigen. Es gibt fast ausschließlich Landstraßen - die in den Anden naturbedingt recht schlängelig ausfallen können. Die Busfahrer haben einen recht sportlichen Fahrstil, man wird also mit dem Auto nicht wesentlich schneller sein.

Flugzeug

Wem der Bus zu langsam ist der nimmt das Flugzeug. Die Preise hier sind sehr unterschiedlich. Die meisten Flüge kosten um die 100 Euro. Man kann aber überall hinfliegen, wo es einen Flughafen gibt. Die meisten Flüge gehen über Bogota.

Fluggesellschaften: Avianca, Aero Republica, Satena, Aires und viele kleinere, die nur Kurzstrecken anbieten

Bahn

Außer geringem Güterverkehr bei Cali, einer Metro in Medellín, einem Lokalzug im Verwaltungsgebiet Bogotá und einzelnen touristischen Zügen gibt es keine Bahn oder derartiges. Die vermutlich beliebteste Bahnfahrt ist die in dem Tren de la Sabana von Bogota nach Zipaquira und Nemocon. Neben dem Besuch der berühmten Salzkathedrale und einer faszinierender Andenkulisse, gibt es in dem von einer Dampflok betriebenen Zug auch musikalische Unterhaltung und den guten kolumbianischen Rum.

Sprache

In weiten Landesteilen spricht man ein sehr gutes Spanisch. In der Karibik werden aber oftmals Buchstaben verschluckt. In Medellin benutzt man den Voseo und spricht zudem das ll wie sch. Also z.B. "Medeschin" statt "Medejin". In Bogota findet man dagegen ein lupenreines Spanisch.

In den Anden und im Amazonasgebiet spricht man Indianersprachen wie Quichua und andere. In Leticia spricht man Portunhol, eine Kreole aus Spanisch und Portugiesisch, da dieses kolumbianische Städtchen ja mit dem brasilianischen Tabatinga zusammengebaut ist.

Kaufen

Kolumbien gehört zu den günstigsten Ländern Lateinamerikas. Beliebte Mitbringsel sind Alpaca-Produkte, Rum, Kaffee und Obst. Wobei man insbesondere bei Letzterem die Einfuhrbestimmungen des Ziellandes beachten muss.

Küche

Kolumbien ist zu 51% von Regenwald bedeckt. Dieses ermöglicht eine sehr große Artenvielfalt der Tierwelt, welche sich wiederum in der kolumbianischen Küche widerspiegelt. Die Küche Kolumbiens ist sehr regional geprägt und weist viele Unterschiede auf. Außerordentliche Spezialitäten wie geröstete Ameisen oder Meerschweinchen, gelten in einigen Regionen als Delikatesse - rufen aber in den anderen Regionen das gleiche Kopfschütteln hervor, wie in Deutschland. Aber auch Suppen und Saucen basierend auf Aji Amarillo (einer Pfefferart) findet man häufig wieder. Rindfleisch ob gedünstet oder gebraten sowie Hühnchenfleisch sind beliebte Speisen. In den Regionen um das Meer wird auch Fisch angeboten. Dieser wird meistens in Kokusnussmilch zubereitet und mit Kokusnussreis gereicht. In Europa verbindet man mit Kolumbien eher Kaffee - und die Kolumbianer selbst erzählen einem, dass der Kaffee, den sie in Kolumbien trinken nicht so gut ist, weil der gute Kaffee komplett exportiert wird.

Das Angebot an frischen Früchten ist überwältigend: Im Supermarkt gibt es 5 verschiedene Mangosorten (ganz klein und grün mit Zitrone und Salz als Snack, klein für Saft, ... bis Schuh-groß), 6 verschiedene Bananensorten (klein, groß, süß, zum Kochen, zum Braten, auch nach Reifegrad (grün, gelb, schwarz) sortiert) und 7 verschiedene Kartoffelsorten (gelb, rosa, Tischtennisball-groß und auch wie bei uns) naja und es gibt auch einen Schwung Früchte, die ich in Deutschland noch nie gesehen habe. Aus diesen ganzen Früchten werden dann frische Fruchtsäfte gemacht - entweder mit Wasser oder mit Milch. Lecker!

Die wichtigsten Nahrungsmittel sind Arepas (aus Maismehl mit Wasser, mit Käse belegt, süß oder nicht, mit Ei drin, gelb oder weiß, fritiert oder gebacken, ...) und Reis (den es zu fast allem als Beilage gibt).

Ausgehen

Das Nachtleben in Kolumbien ist vielerorts sehr lebendig. Alle Metropolen des Landes haben große Ausgehviertel, die meist auch bewacht sind. Kolumbien zählt nach Kuba und der Dominikanischen Republik zum drittgrößten Salsa-Land. Auch Superstars wie Shakira und Juanes kommen aus diesem Andenstaat, genauso wie die Rhythmen Cumbia und Vallenato. Dies lässt schon erahnen, was man hier an Discos und Salsatheken findet. Auch in Bezug auf Kunstaustellungen, Theater oder Konzerte findet man ein sehr umfassendes Angebot. Schließlich sind auch berühmte Maler wie Fernando Botero oder Schriftsteller wie Garica Marquez Kolumbianer.

Unterkunft

Es gibt in allen touristischen Orten Unterkünfte, meist in verschiedenen Kategorien. Luxus-Unterkünfte gibt es aber nur in den Großstädten, der Kaffeezone und den Karibikbadeorten. Das mittlere und untere Preissegment findet man dagegen vielerorts an. Es gibt auch sehr günstige Jugendherbergen.

Da der Tourismus erst seit 2002 im Aufschwung ist, sind einige Unterkünfte rennovierungsbedürftig. http://www.hosteltrail.com/colombia/index.shtm hat eine Liste der jehweiligen Hostels(mit Kontakt und web links) in jedem Ort und gute Informationen zu Stadt, Leute und was es zu sehen und tun gibt.

Lernen

Kolumbien bietet gute Möglichkeiten, Spanisch zu lernen. Das Spanisch in Bogota ist nach Aussage der Spanischen Academia Real das reinste Spanisch überhaupt. An der Küste und in anderen Regionen spricht man aber mit zum Teil starkem Akzent. Das Universitätsniveau des Landes gehört zu den höchsten Lateinamerikas. Neben Universitäten bieten zahlreiche Sprachschulen auch "Spanisch für Ausländer" an. Die größte Auswahl an Schulen findet man in Bogota und Cartagena, aber auch in Städten wie Cali oder Medellin findet man Kurse. Man sollte bei der Kursauswahl darauf achten, dass an der Schule Lehrer unterrichten, die ein Zertifikat für den Unterricht von "Spanisch als Fremdsprache" haben. Wer sicher gehen will, kann auch im Vorfeld einen Kurs bei einem in Deutschland ansässigen Reiseveranstalter buchen.

Karnevale

Karnevale und Feste

  • Feria de las Flores - Medellín
  • Desfile de Silleteros - Medellín
  • Colombiamoda - Medellín
  • Exposición Internacional de Orquídeas - Medellín
  • Fiestas de La Cosecha - Pereira
  • Carnaval de Barranquilla
  • Carnaval de Blancos y Negros - Pasto
  • Feria Taurina de la Candelaria - Medellín
  • Feria Taurina - Cartagena
  • Temporada Taurina - Bogotá
  • Fiesta de las Corralejas - Sincelejo
  • Feria Taurina Bogotá
  • Temporada Taurina - Medellín
  • Festival internacional de cine - Cartagena
  • Festival Iberoamericano de Teatro - Bogotá
  • Exposición Internacional de Orquídeas - Medellín
  • Semana Santa - Popayan
  • Festival Internacional de la Leyenda Vallenata - Valledupar
  • Festival de Cine Eurocine - Bogotá
  • Fiestas del San Pedro y Festival del Bunde Tolimense - Espinal
  • Feria Ganadera - Socorro – Santader
  • Feria Internacional del Libro - Bogotá
  • Festival de la Cultura Wayuú - Guajira
  • Reinado Nacional del Bambuco - Neiva – Huila
  • Reinado Nacional del Cafe - Calarca - Quindio
  • Festival de la Cumbia - El Banco – Magdalena
  • Torneo Internacional del Joropo - Villavicencio
  • Opera al Parque - Bogotá
  • Fiesta del Petróleo - Barrancabermeja-Santander
  • Festival de Verano - Bogotá
  • Festival de Tiple y la Guabina - Veléz – Santander
  • Festival de Cometas - Villa De Leyva
  • Festival de la Bahía - Bahía Solano
  • Festival Folclórico del Litoral Pacifico - Buenaventura
  • Feria Bonita - Bucaramanga
  • Festival Latinoamericano de Teatro - Manizales - Caldas
  • Festival de la Talla en Piedra - Barichara
  • Festival de Música Folclórica - Socorro – Santander
  • Festival Cuna de Acordeones - Villa Nueva – Guajira
  • Green Moon Festival - San Andrés Islas
  • Festival de la Trova - Medellín
  • Jazz al Parque - Bogotá
  • Festival Internacional del Jazz del Teatro Libre - Bogotá
  • Feria Internacional de Bogotá
  • Festival de Cine - Bogotá
  • Rock al Parque
  • Concurso Nacional de Belleza - Cartagena
  • Reinado Internacional de Coco - San Andres
  • Festival Internacional Folclórico y Turístico del Llano - San Martin - Meta
  • Fiesta Nacional de la Agricultura - Palmira – Valle
  • Expoartesanias - Bogotá - CORFERIAS
  • Festival de Luces - Villa De Leyva
  • Miss Tanga - Cartagena
  • Feria de Cali
  • Feria de Manizales

Feiertage

Ein Wirtschaftsminister hat einmal beschlossen, dass etliche Feiertage auf den darauf folgenden Montag verschoben werden. Davon ausgenommen sind: 1. Januar, Gründonnerstag und Karfreitag, 1. Mai, 20. Juli (Nationalfeiertag), 7. August, 8. Dezember sowie Weihnachten (25. Dezember)

Nach Weihnachten ist die Semana Santa (heilige Woche, die Woche vor Ostern) am wichtigsten und in vielen Firmen komplett aber mindestens großteils frei. Somit sind zwischen Weihnachten und Neujahr und in der Semana Santa auch alle Kolumbianer unterwegs, Hochsaison.

Sicherheit

Generell sieht die Situation in Kolumbien so aus, dass es dort normale Menschen, Guerillas und Paramilitares gibt. Die beiden Letzteren leben heutzutage von Schutzgelderpressungen, Entführungen und Drogen. Drogenkartelle (Calikartell, Pablo Escobar) gibt es nicht mehr. Die normalen Menschen sind deutlich in der Überzahl.

Seit Beginn der Amtszeit des aktuellen Präsidenten Álvaro Uribe hat sich die Lage dramatisch verbessert. Die aktuelle Strategie ist, die Guerilla überall zu bekämpfen (Militäraktionen) und die Paramilitares zur freiwilligen Waffenabgabe zu bewegen.

Es gibt aber nach wie vor Gegenden, in die man nicht fahren sollte. Irgendwo durch die Wälder zu streunen oder irgendwelchen Bergpfaden zu folgen ist nicht ratsam - denn genau dort leben die Paramilitares und die Guerilla. Wenn man außerhalb einer Stadt reisen möchte, sollte man gut planen wo man hin will und möglichst, mit einem verlässlichen Einheimischen reisen.

In den Städten Kolumbiens sollte man ein gerechtes Benehmen haben und übliche Vorkehrungen treffen. In den Zentren der meisten Städte bekommt man selten Probleme, aber es ist sehr wichtig, vorsichtig in den äußeren Bereichen einer Stadt zu sein. Es gibt Viertel in den großen Städten, wo man als Tourist nichts verloren hat, aber das ist in Paris oder New York auch nicht anders. Im Vergleich zu den meisten anderen lateinamerikanischen Ländern ist die normale Straßenkriminalität jedoch nicht so hoch. Wenn man ein Taxi bestellen möchte, sollte man höflich um ein Telefon bitten, es kostet das selbe und ein Anruf wird sofort beantwortet.

 Es gibt auch viele Ausländer, die in Kolumbien gelebt haben und auch ihnen ist bis jetzt nichts passiert. Prinzipiell sind Kolumbianer eigentlich nett, sehr hilfsbereit und freuen sich einfach, wenn man ihr Land besucht. Man ist fast überrascht, wie glücklich und freundlich die Leute sind.

Als Tourist sollte man drei Dinge beachten:

  1. Manche Gegenden sind gefährlich.
    • Urwald bei Leticia: Wenn auf einer Bootstour in der Nacht einer von der Crew mit Maschinengewehr über das Boot schlendert, um böse Leute abzuhalten, dann deutet das auf keine besonders hohe Sicherheit hin.
    • Sierra Nevada de Santa Marta: Hier gibt es angeblich schöne alte Indianerhäuser, aber auch eine besonders hohe Wahrscheinlichkeit, entführt zu werden. Auch Deutsche wurden hier schon entführt (alle Kolumbianer, die der Verfasser dieses Abschnittes über die Sicherheit dieser Region gefragt hat, haben ihm dringend davon abgeraten).
    • Der äußerste Nordosten:  Etliche Einheimische tragen dort ihre Waffe öffentlich im Halfter herum! Unliebsame Personen kann man in dieser Nacht für ca. 50 Dollar eliminieren lassen (Angebote bekommt man überall); die Polizei ist involviert, geschossen wird bis in die frühen Morgenstunden. Die Gegend gilt zu den Hauptschmuggelwegen von Kokain nach Venezuela, von wo aus die Drogen ihren Weg in die USA finden.
    • Gegend zwischen Cali und Popayan: Galt lange Zeit als sehr unsicher, weil in der Nähe das Hauptsiedlungsgebiet der Guerilla liegt. Soll sich aber verbessert haben. Zur aktuellen Lage sollte man die Leute fragen. Die sicherste Region Kolumbiens ist es jedenfalls definitiv nicht. Die Stadt Tuluá ist relativ unsicher und sollte nur mit Einheimischen bereist werden; auf alle Fälle das Umland (botanischer Garten) meiden, da sich die Guerilla dort gerne aufhält. Buga allerdings, was 15 km von Tulúa entfernt liegt, kann ohne weitere Probleme besucht werden, da es eine wichtige Pilgerstätte ist und somit auch eine hohe Polizeipräsenz vorhanden ist.
    • Als goldene Regel in Cali gilt: Wenn der Taxifahrer während der Fahrt zum Handy greift und telefoniert, sofort aussteigen! Überfälle von Taxifahrern auf Kunden sind leider nicht selten. Am sichersten ist auf alle Fälle, ein Taxi telefonisch zu bestellen.
  2. Böse Leute sperren die Straße.
    • Gelegentlich sperren die Guerilla oder die Paramilitärs irgendwo die Straße und halten Busse und Autos an. Dabei werden die vielversprechendsten der Insassen entführt oder müssen ihr Geld oder auch ihr Auto da lassen. Ausländer (die es in Kolumbien fast nicht gibt) stehen dabei nicht unbedingt ganz oben auf der Liste, denn Kolumbianer wissen schon wie das mit dem Lösegeld usw. geht, sprechen Spanisch und sind einfach generell viel unkomplizierter. Aber ein Ausländer kann natürlich lohnenswert sein.
    • Außerdem gibt es das Gerücht, dass die teureren Busgesellschaften Geld an die Guerilla und Paramilitärs zahlen, um verschont zu bleiben.
  3. Generelle Vorsicht!
    • Normale Vorsichtsmaßnahmen: Kamera nicht vor die Brust schnallen, Geldbeutel in die vordere Hosentasche, Rolex ablegen, Wertsachen daheim lassen, sich von bösen Leuten fernhalten, Nachts nicht allein rumlaufen.

Drogen: Das meiste Kokain, das in den US und in Europa konsumiert wird, kam aus Kolumbien. Heutzutage ist die Produktion stark gesunken. Der lokale Konsum ist niedrig, folglich bekommt man dort weder Drogen angeboten noch wird man dort Drogen sehen, es sei denn man sucht nach ihnen. Kolumbianer werden außerhalb des Landes durch Witze über Drogen beleidigt, vorallem von Europäern und US-Amerikanern. Drogen und Mafia haben ein schlechtes Image verbreitet, aber jetzt kämpft die Polizei und die bewaffnete Armee heftig, um sie zu bekämpfen. Alle kolumbianischen Regierungen haben die Verpflichtungen gehabt, die Drogenproduktion zu bekämpfen. Der jetzige Präsident Alvaro Uribe Velez hat, mit großen Hilfsmitteln von der US-Regierung, in den letzten 4 Jahren eine Politik geführt in der mit chemischen Entblätterern Drogenplantagen massiv zerstört wurden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Kolumbien gefährlicher als Europa ist. Es ist aber nicht so schlimm, dass man überhaupt nicht hinfahren kann.

  • Sicherheitserfahrungen
  • Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amts, interessant ist es auch die Hinweise über andere Länder in Lateinamerika zu lesen um einen Vergleich zu bekommen

Gesund bleiben

Es gibt einige Impfungen, die sinnvoll erscheinen. In machen Gegenden ist eine Gelbfieberimpfung vorgeschrieben (Parque Tayrona und Leticia) und wird eventuell kontrolliert.

Klima

El Poblado neighborhood in Medellín
El Poblado neighborhood in Medellín

Kolumbien bietet Palmen-bestandenem Karibikstand, 5800 m hohe Berge mit Gletschern drauf und alles dazwischen. Durch die Lage am Äquator ist das Wetter eigentlich das ganze Jahr hindurch fast gleich. In der Regenzeit regnet es ein bisschen häufiger, in der Trockenzeit ein bisschen seltener.

So, wie in Deutschland, dass es mal 2 Wochen am Stück regnet und dann wieder 2 Wochen schön ist,  gibt es in Kolumbien nicht. Jahreszeiten gibt es auch nicht: Stattdessen sprechen die Kolumbianer von Winter, wenn ihnen kalt ist. (Wenn es also in der Früh eventuell mit 20°C ein wenig kühl ist, sagt der Kolumbianer "So ein Winter heute!", das hindert ihn dann aber nicht daran, sich Mittags (32°C) über die Hitze zu beschweren.)

Viel gravierender als irgendwelche Jahreszeiten ist der Unterschied wo man sich befindet.

  • Barranquilla + Cartagena (an der Küste, 0 m üNN): 25 - 38°C, immer Sonnenschein, alle paar Tage Gewitter (die dann die Straßen überfluten)
  • Medellín (in einem Tal umringt von 3500-m-Bergen, 1500 m üNN): 17 - 32°C, so wie Hochsommer in Deutschland, alle paar Tage Gewitter (die die Straßen nur leicht überfluten)
  • Cali: einen Tick wärmer als Medellín
  • Bogotá (in einem weiten Hochtal, 2800 m üNN): 10 - 25°C, etwa wie Herbst in Deutschland, 4 mal Regen am Tag ist keine Seltenheit, manche Leute laufen mit Schals und Handschuhen rum (naja, wenn man von der Küste kommt ist es hier schon ziemlich frisch)

Respekt

Kolumbianer freuen sich über jeden Ausländer, der ihr Land besucht, da sie wissen, wie schlecht der Ruf des Landes im Ausland ist. Deswegen sollte man es vermeiden, über Drogen und Guerilla zu sprechen, denn das Land hat andere, schönere Dinge zu bieten als nur die typischen Vorurteile. Beim ersten Kontakt mit Kolumbianern spricht man über sein Heimatland, erklärt ihnen, wie die Dinge bei uns laufen. Kennt man die Leute besser, kann man auch kritische Fragen stellen und bekommt darauf Antworten.

Quelle: wikitravel.org Armin Holp, Christopher Kern


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Exito Verde

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Umwelterziehung
Ort: Bogota

Die Umwelt- und Sozialstiftung Exito Verde arbeitet im Bereich der Umwelterziehung und vermittelt, dass „Abfall“ und die damit verbundene Arbeit wertvoll sind. Die Hauptanlaufstelle für Teilnehmer der Projekte liegt in Manitas – einer comunidad des sozialen Brennpunktes Bogotas: Ciudad Bolivar. Unter den Teilnehmern der Projekte befinden sich nicht nur Erwachsene, sondern auch sehr viele Kinder.