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Kolumbien - Unsere Freiwilligenarbeit bei Exito Verde

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Unsere Arbeit bei der Fundación Exito Verde in Kolumbien ist vor allem eines - vielseitig:
Allgemein teilt sich die Arbeit zum einen in Projektarbeit vor Ort in Manitas, einem Barrio in „Ciudad Bolivar“ einem der sozialen Brennpunkte in Bogotá, und administrativen Tätigkeiten wie Marketing (Erstellung von Flyern, Präsentationen,...), Organisation von Events oder PR-Arbeit auf.

In Manitas sind wir, Franzi und Robert, zwei- bis dreimal die Woche und wurden vom ersten Tag an sehr herzlich in die Gemeinschaft aufgenommen. Das Hauptziel der Umwelt-Organisation ist es, den Teilnehmern zu zeigen, dass sie wichtig sind und etwas bewegen können. Kurz gesagt wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe. Bei der Arbeit fühlen wir die Wertschätzung der Bewohner des Barrios. Wir, Franzi und Robert, unterstützen aktiv die einzelnen Projekte.

Das Hauptprojekt ist UNINFA: Hier können Recycling-Artikel gegen Lebensmittel getauscht werden. Wir nehmen an diesem Projekt regelmäβig teil und können beobachten, dass einerseits das Viertel sauberer wird und
andererseits die Teilnehmer zunehmend Verantwortung übernehmen und ihr Umweltbewusstsein gesteigert wird.

Im Projekt Arte Residual werden Bilderrahmen, Glasuntersetzer oder Blumenvasen gefertigt und Kleidung zur Unterstützung der Fundacion zu sehr günstigen Preisen verkauft. Wir haben deshalb mit den Bewohnern einen kleinen Markt aufgebaut und freuen uns zu sehen, dass die Anfangs schwach vorhandene Eigeninitiative bereits deutlich zunimmt.

Ein weiteres Projekt ist VERDE-SER durch dessen Unterstützung Blumen- und Gemüsegärten angelegt werden, die von den Bewohnern selbst gepflegt und genützt werden. Wir finden es toll, dass auch schon die Kleinen mit groβem Einsatz mitarbeiten. Beispielsweise gieβen die Kinder täglich die Pflanzen und bringen Erde aus der näheren Umgebung.

Die Bewohner von Manitas haben Spaß an der Arbeit, übernehmen die Aufgaben zunehmend selbständig und bringen vor allem auch ihre eigenen Ideen ein. Zusätzlich können wir beobachten, dass durch unsere Aktivitäten das Gemeinschaftsgefühl gestärkt wird, was unserer Meinung nach in dieser schwierigen Umgebung sehr wichtig ist. An den Projekten nehmen auch sehr viele Kinder teil. Wir haben das Gefühl durch die Arbeit, beziehungsweise die Spiele, einen wichtigen Beitrag zu leisten, da wir dadurch den Kindern oft fehlende Anerkennung geben können und helfen ihr Selbstwertgefühl zu steigern, zum Beispiel durch Geburtstagsfeiern, die es oft nicht gibt. Dies danken uns die Kinder mit zahlreichen Umarmungen, was uns auch persönlich viel gibt.


Einmal die Woche begleitet uns auch Maria. Hier einige Eindrücke von Maria: Es ist Dienstag in Manitas: einige Kinder spielen mit Murmeln im Sand, andere malen ein Bild und wieder andere kämpfen um einen bunten Ball. Sie alle warten darauf, dass das Team von Éxito Verde kommt, da sie wissen, dass an diesen Tagen immer etwas Neues Spannendes passiert. Dienstags bin auch ich mit der Fundacion Exito Verde in Manitas und gestalte ein
Programm für die Kinder und Jugendlichen. Neben spielen und basteln werden Themen wie Respekt, Kinderrechte, Vertrauen, Freundschaft und persönliche Grenzen spielerisch behandelt. Beispielsweise lernen sie im Zuge von Theaterspielen, dass niemand das Recht hat sie zu schlagen und gleichzeitig erfahren sie hautnah die Alternative eines gewaltfreien Wegs um Konflikten zu lösen.

Es ist stets eine Herausforderung, jedoch eine noch größere Freude mit den Kindern und Jugendlichen meine Zeit zu verbringen, besonders mit dem Ziel vor Augen den Kindern mit diesem Programm bewusst zu machen, dass sie Rechte haben und diese auch einfordern und verteidigen dürfen und sollen. Es soll ihnen bewusst werden, dass jede und jeder einzelne von ihnen sehr wertvoll ist, dass sie gemeinsam in der Freundschaft stark sind und, dass sie mit Tatenlust, Entschlossenheit und dem festen Glauben an sich selbst sehr vieles in ihrem Leben erreichen können.

Durch die Arbeit in der Fundación Exito Verde bringt man nicht nur seine eigenen Fähigkeiten ein, sondern kann auch, wie man sieht, viel für sich persönlich mitnehmen. Wir genieβen die Zeit in Kolumbien sehr – das übrigens nicht so gefährlich ist, wie ständig vermutet - und können die Arbeit wärmstens weiterempfehlen.

Franzi, Maria & Robert

Kurze Informationen über uns:
Ich, Franzi, komme aus der Nähe von München, Deutschland und bin 23 Jahre alt. Ich habe im Frühjahr 2010 meinen Bachelor abgeschlossen und werde ab Herbst 2010 meinen Master anfangen.

Mein Name ist Maria, ich komme aus Wien, Österreich und bin 30 Jahre alt. Ich bin Klinische- und Gesundheitspsychologin und für 4 Monate in Kolumbien als Psychologin im Kinder- und Jugendbereich tätig.

Ich, Robert, komme aus Wien, Österreich und bin 30 Jahre alt. Ich habe 2005 mein Wirtschaftsstudium abgeschlossen und war in den letzten Jahren in internationalen Unternehmen im Marketing tätig.

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