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Malaysia: Kuala Lumpur in zwei Tagen - mein Kurztripp in die malaysische Hauptstadt

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Im Rahmen der „Frangle goes East-Reise“ durch Südostasien habe ich die Gelegenheit genutzt und vor dem Heimflug noch einen kleinen Abstecher nach Kuala Lumpur gemacht. Interessiert hat mich an der malaysischen Hauptstadt vor allem das Großstadtflair und die berühmten Petronas Twin Towers.
Die Anreise erfolgte von Hanoi aus mit Air Asia, eine Low-Cost Airline, die ich nur weiterempfehlen kann! Die Ankunft findet am LCCT statt, dem Terminal der Low-Cost Airlines am internationalen Flughafen von Kuala Lumpur, auch KLIA genannt. In die Stadt kommt man von dort aus am besten mit den Shuttle-Bussen von Air Asia oder anderen Anbietern, die äußerst günstig sind. Die Fahrzeit beträgt ungefähr eine Stunde. Fährt man mit dem KLIA Expresszug vom Hauptterminal aus in die Stadt, zahlt man leider ein vielfaches und der Zeitgewinn ist eher minimal, also dann doch eher mit dem Bus.


Kuala Lumpur, von den Einheimischen auch nur „KL“ genannt, ist ganz anders als die anderen Städte auf der bisherigen Reise, wie z.B. Bangkok, Hanoi oder Vientiane. Fährt man vom Flughafen  in die Stadt, hat man schnell den Eindruck, es handle sich bei KL um eine Mischung aus Bangkok und Dubai. Einerseits doch recht arme Gegenden und viele Wohnsilos entlang der Bahngeleise und Autobahnen, andererseits immer beeindruckende Bauten von enormer Größe. Man erkennt auch recht schnell, dass hier das Geld wieder zu Hause ist, nicht nur am Bauchumfang vieler Einheimischer.
Die Religion in Malaysia ist der Islam und dementsprechend viele Moscheen sieht man in der Stadt. Ein großer Teil der Bevölkerung ist auch indischer Herkunft, was man an derer dunklerer Hautfarbe sofort erkennt.

Was sollte man gesehen haben in Kuala Lumpur? An meinen kurzen zwei Tagen konnte ich natürlich nur die allerwichtigsten Orte aufsuchen. Der erste Weg führte natürlich zu den Petronas Twin Towers, einst das höchste Gebäude der Welt, mittlerweile auf den dritten Platz verdrängt. Durch ihre einmalige Architektur beeindrucken sie aber trotzdem und vor allem bei Nacht sind sie ein toller Anblick und auch ein super Fotomotiv. Die angeschlossenen Einkaufszentren laden aber dann doch eher nur zum Flanieren ein. Das Preisniveau der Boutiquen ist dort nämlich jenseits von Gut und Böse!
Man kann übrigens auch den Ausblick von der Skybridge zwischen den beiden Türmen genießen. Da man aber vom knapp 500 Meter hohen Fernsehturm einen besseren Ausblick hat, sollte man sich allerdings überlegen, nicht gleich in die Eintrittskarte des Turmes zu investieren. In knapp einer Minute legt man im Lift gut 350 Meter zurück und darauf folgt ein toller Blick über die ganze Stadt. Mit ein wenig Glück sieht man auch den einen oder anderen Basejumper vom Turm springen!
 
Der in den Guides angeführte Central Market entpuppte sich leider als Touristenfalle. Wer auf Kitsch und Mitbringsel steht, ist dort gut aufgehoben, ansonsten kann man ruhig drauf verzichten.
Wer einen richtigen Markt sehen will, sollte abends ein paar Straßen zur Petaling Street spazieren wo sich die Chinatown befindet. Dort gibt es über mehrere Straßenzüge einen sehr großen Nightmarket auf dem es sich wunderbar mit den üblichen Kleidungstücken und anderen Utensilien wie man sie von Asiens Märkten kennt, eindecken lässt. Auch das Preisniveau ist gleich wie zum Beispiel in Bangkok, allerdings ist die Produktvielfalt nicht so umfangreich wie in anderen Städten.

Weiters lässt sich in der Innenstadt wunderbar shoppen. Direkt an der Haltestelle der Hochbahn befindet sich 6-geschoßiges Einkaufszentrum der Superlative. Man schafft es kaum, alles abzugehen und eine gute Orientierung sollte man auch haben, um sich zurechtzufinden. Angeboten wird alles was man sich vorstellen kann! Und zum Vergleich zu anderen Einkaufszentren der Stadt ist das Preisniveau hier relativ niedrig. So sind T-Shirts bereits ab 3-4 Euro zu haben.

Aber Kuala Lumpur hat noch viel mehr zu bieten. Ein mehrtägiger Zwischenstopp während einer Südostasien-Reise zahlt sich also auf jeden Fall aus!

Michael Priesch, Oktober 2010

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