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Sri Lanka - Anna in Sri Lanka Teil 7

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Ich bin wieder heil aus dem Jungel zurückgekehrt, von keinen wilden Affen entführt oder Leoparden verspeist! Letzten Montag bin ich mit Raju, dem Künstler, den ich vor einiger Zeit am Viktoria Park kennengelernt habe, wo er seine Arbeiten verkauft hat, in den Jungel aufgebrochen. Die Landschaft dort war traumhaft. Gewohnt haben wir bei Freunden von ihm. In dieser Gegend gibt es kaum Strom und überhaupt ist alles sehr ursprünglich. Sie kochen mit Feuer und es gibt auch keine Dusche, man muss in der Früh Wasser hochpumpen aus dem Brunnen und sich so waschen. Geschlafen habe ich in dem halbfertigen Haus nebenan, dass noch keine Fenster oder Türen hat, nur mit einer Öllampe als Beleuchtung. Es war wirklich eine sehr interessante Erfahrung und ich bin draufgekommen, dass ich echt ziemlich genügsam bin und nicht viel zum Wohlbefinden brauche, habe sogar ausgezeichnet geschlafen auf dem provisorischem Bett. Die Familie konnte kaum Englisch aber wir haben uns mit Händen und Füßen verständigt. Vorallem die kleine Tochter war begeistert von mir und ich habe versucht ihr ein bisschen mehr Englisch beizubringen, sie war dabei sehr eifrig und hat ständig die paar Wörter vor sich hingeplappert die sie schon konnte. Zu meinen Schnitzarbeiten hat sie ständig “lassanai” gesagt, was “schön” bedeutet, weil sie wusste, dass ich das verstehe. Am Abend ist sie oft einfach zu mir ins Zimmer gekommen und hat sich neben mir aufs Bett gelegt und die Bilder in meinem Walter Moers Buch betrachtet. Raju und ich sind jeden Tag in den Jungel gegangen und haben Wurzeln gesammelt fürs Schnitzen.

 

 

Er ist wirklich wie Tarzan, kann in Windeseile Bäume raufklettern und sich auf Lianen schwingen. Wild gewordenen Elefanten sind wir dabei Gott sei Dank nicht über den Weg gelaufen. Am Abend haben wir Feuer gemacht und Fisch am Stecken gegrillt. Das Schnitzen hat sehr viel Spaß gemacht, Holz ist einfach ein wunderbares Material, leider gibt es in Österreich kein so tolles Holz wie im Jungel, aber es wird sich schon etwas finden lassen. Leider mussten wir die Woche vorzeitig abbrechen weil Raju zu seiner Familie nach Kandy zurückmusste, wo ich mich gleich angeschlossen habe um für ein paar Tage Maria in Kandy zu besuchen. Sie hat sich sehr gefreut mich wieder zu sehen und wir haben uns blendend unterhalten. Wir sind einfach sehr auf einer Wellenlänge und sie ist so ein angenehmer Mensch weil sie so ehrlich und direkt ist. Auch ihre homöopathische Behandlung meinerseits schlagt sehr gut an und ihre Atemprobleme ist sie schon fast los, sie ist also auf dem besten Weg zur ganzheitlichen Heilung, was mich sehr freut! Am Freitag sind wir mit einer schweizer Freundin von ihr, die schon seit 40 Jahren hier lebt und bereits zum zweiten Mal verheiratet ist, wieder einmal in ein sehr schönes Hotel gefahren und haben uns gesonnt und sind im Pool geschwommen. Die Schweizerin Marlies ist unglaublich unterhaltsam und reißt einen Scherz nach dem anderen, sie hat auch ein Haus in Nurelia und ich darf sie gerne jeder Zeit dort besuchen kommen. Danach sind wir noch in das Waisenhaus gefahren in dem Maria hilft, weil sie ihre Englisch-stunde geben musste. Ich habe eine kleine Zeichenstunde abgehalten mit den Kindern, die mich gleich angebettelt haben doch morgen wieder zu kommen, die waren sehr süß! Naja, jetzt bin ich wieder zurück und sehne mich nach Arugam Bay…ich glaube es wird auch nicht mehr lange dauern, ich brauche dringend ein paar Tage Mambo’s-therapie ;-) !!

 

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