Um diesen Inhalt korrekt anzuzeigen, muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein. Ausserdem benötigen Sie den aktuellen Flash Player.

 

Newsletter Anmeldung

 
 

Australien: Surfers Paradise, Kanguruhs und Großstadtflair - die Ostküste

travelstory_img

Liebe Reise-Freunde!

Australien - Das Land am anderen Ende der Welt ist für viele der Inbegriff von Freiheit und Abenteuer. Ein Abenteuer, das ich 6 Monate erleben darf. Ich genieße hier eine Zeit geprägt von tollen Reisen und vielen einzigartigen Eindrücken. Ich lerne andere Menschen, andere Lebensstile und auch mich besser kennen.
In einer 4-wöchigen Reise habe ich die Ostküste Australiens mit Sydney, Brisbane, der Gold Coast und der Sunshine Coast und ihren Inseln erkundet und möchte meine Erlebnisse mit euch gerne teilen und euch einige Tipps geben.

Meine Reise habe ich in Sydney begonnen, dem „Tor zu Australien“. Die Stadt ist für ihr entspanntes Flair und ihre beeindruckende Architektur bekannt. Wenn man am Hafen steht und den Blick von der imposanten Oper über die Harbour Bridge gleiten lässt, spürt man, in Australien angekommen zu sein. Eine tolle Sicht auf die Skyline und die Brücke und davor die Oper hat man von den Royal Botanical Gardens aus. Es lohnt sich, einen Spaziergang über die Harbour Bridge zu machen, von wo aus man ebenfalls einen herrlichen Blick auf den Hafen hat. Einen noch besseren Ausblick hat man vom Aussichtspunkt Pylon Lookout, im südöstlichen Pfeiler. Für einige Dollar Eintritt kann man dort auch ein kleines Museum zur Konstruktion der Brücke besuchen. Diese Aussicht kann als Alternative zum Bridge Climb, der 120-200 Dollar kostet und ca. 3 Stunden dauert, gesehen werden.Der Stadtteil „The Rocks“ nahe der Harbour Bridge lockt mit kolonialem Charme und mit netten, engen Gassen. 

Bondi Beach ist der wohl berühmteste Strand von Australien. Goldener, langer Sandstrand, bunte Surfershops und Cafés und das Motto „sehen und gesehen werden“ spielen hier eine große Rolle. Von Bondi aus kann man einen Beachwalk vorbei an Sandsteinfelsen und an den teuersten Häusern von Sydney nach Bronte machen, wobei man tolle Ausblicke genießen kann. Auch Manly Beach lockt mit goldgelbem Sandstrand und hippen Lokalen. Man erreicht diesen am besten mit der Fähre von Circular Quay in einer 30-minütigen Fahrt aus, wobei man hier einen tollen Blick auf die Skyline von Sydney hat.

Die Blue Mountains, 2 Stunden Fahrt von Sydney entfernt, sind ein tolles und beliebtes Ausflugsziel. Die Felsformation „Three Sisters“ ist das Wahrzeichen der Blue Mountains. Außerdem sind sie für ihren blauen Dunst berühmt. Die Blätter der Eukalyptusbäume verdunsten ein ätherisches Öl, das wie ein blauer Nebel über dem Wald liegt. Am besten besucht man die Blue Mountains unter der Woche, um dem Touristenansturm zu entgehen. Ein Zug bringt einen günstig und direkt vom Central Bahnhof nach Katoomba, wo man diverse Hop-on-Hop-Off Bus-Anbieter vorfindet. Wir haben uns für den Blue Mountains Explorer Bus entschieden. Um den Tag gut zu nutzen, sollte man schon um 09.30 morgens dort sein, da die Hop-on-Hop-Off Busse ihre letzte Runde um 16.00 starten. Die „Three Sister“ kann man am besten vom „Echo Point“ betrachten. Weitere Highlights sind die „Scenic World“, die „Leura Cascades“ und die „Gordon Falls“. Teilweise wandert man von den Ausstiegs-Stationen 30 Minuten bis 1 Stunde zu den Wasserfällen (Achtung: es geht ebenso steil auch wieder zurück bergauf! :-) ). Am besten erkundigt ihr euch beim Busfahrer, der gerne und informativ Auskünfte über Wandermöglichkeiten gibt.

Brisbane hat für mich einen besonderen Charme und einen lässigen Flair. Es lockt mit einem angenehm warmen subtropischen Klima. Für Brisbane würde ich 1-2 Tage einplanen und in Kombination mit der Sunshine Coast oder der Gold Coast bereisen. Das Stadtbild ist vom Brisbane River geprägt, der sich durch die Stadt schlingt. Die beste und günstigste Variante, Brisbane zu erkunden, ist ein Tagesticket zu kaufen, welches Fahrten mit dem Bus, dem Zug und der Ferry im Stadtzentrum (Zone1+2) inkludiert. Ich empfehle jedoch einen Teil der Stadt zu Fuß zu erkunden: CBD, Southbank, Botanical Gardens und Riverside lassen sich in einem 2-3 stündigen Spaziergang erkunden. Southbank ist ein Kultur- und Unterhaltungsgebiet am südlichen Ufer des Flusses. Hier gibt es nette Spazierwege, Picknick-Areale und eine Strandpromenade mit Shops, Bars und Cafés. Durch einen schön angelegten Pool mit Sandstrand wird hier ein Beachfeeling inmitten der Stadt geschaffen. Man gelangt über die Goodwill Bridge zu den Botanical Gardens und spaziert diese bis zur Riverside entlang. Von dort kann man, wenn einen die Wohngegenden am Fluss interessieren, eine Fähre nach New Farm nehmen oder zurück zur Victoria Bridge fahren. Eine Fährenfahrt im Dunkeln ist auch ein schönes Erlebnis. Von der Riverside aus hat hier einen wunderschönen Blick auf die Kangaroo-Cliffs. Mit der City Ferry oder über die Story Bridge gelangt man zum Kangaroo-Point, von wo man wiederum einen wunderschönen Blick auf die Skyline der Stadt hat. Einen weiterer herrlicher Aussichtspunkt Mount Coot-tha, von wo aus man einen tollen  Blick über Brisbane hat. Ein Linienbus führt von der City hinauf, wobei die ca. 30-minütige Fahrt an hügeligen Wohngebieten mit schönen Häusern vorbeiführt.

Ein für mich ganz besonderes Highlight unserer Reise war der Aufenthalt auf North Stradbroke Island. Für mich persönlich ist dies einer der schönsten Orte auf der Welt: Einsame, lange weiße Sandstrände, wunderschöne Aussichtspunkte für Wal-, Delfin- und Schildkrötenbeobachtungen, beeindruckende Seen, unberührte Natur und herrliche Ruhe findet man hier.
Um dorthin zu gelangen, braucht man ca. 3,5 Stunden von Brisbane City. Man nimmt den Zug von der Central Station nach Cleveland. Von hier fährt der Bus Nummer 258 zu den Fähren (5min Fahrtzeit). Achtung, dieser Bus fährt sehr unregelmäßig. Erkundigt euch über den Fahrplan, damit ihr nicht wie wir 1 Stunde auf ihn wartet; oder ruft telefonisch ein Taxi (die Chance, dass dort ein Taxi zufällig frei vorbeifährt, ist gering.) Es gibt mehrere Ferry-Anbieter, welche von Cleveland nach Stradbroke Island fahren. Die günstigste ist Stradbroke Ferries (wir haben hier sogar den Studentenrabatt erhalten) und sie fährt auch am öftesten. Auf Stradbroke Island angekommen, nimmt man den Bus, der am Fährhafen wartet. Wenn ihr mit dem Auto hinfährt, könnt ihr online einen Platz für die Fähre auf der Homepage von Stradbroke Ferries reservieren. Es zahlt sich sicher aus, ein Auto mitzunehmen, um die Natur und die Seen zu erkunden. Außerdem könnt ihr dann genug Wasservorräte und sonstige Lebensmittel bequem mitnehmen, da es in Point Lookout nur etwas außerhalb einen kleinen Supermarkt („Foodworks“) mit geringer Auswahl und dafür deftigen Preisen gibt. Point Lookout ist eine reizvolle Siedlung mit einigen wenigen Cafés, Shops und Restaurants, wobei die Preise generell sehr teuer sind.
Besonders sehenswert ist die Gegend um Point Lookout, mit seinen reizvollen Stränden „Frenchmans Beach“, „Deadmans Beach“ und „Cylinder Beach“. Der George Walk ist ein kleiner Wanderweg mit tollen Aussichtsplattformen. Von Juli bis November kann man hier besonders gut Wale beobachten. Diese ziehen von der Antarktis nördlich in die wärmeren Gewässer, wo die Weibchen ihre Jungen zur Welt bringen.

Sunshine Coast – ein Genuss von Freiheit, Sonnenschein und schönen Stränden. Von Brisbane aus fährt man in den Norden vorbei an Caloundra, Mooloolaba, Coolum Beach und Noosa Heads bis Rainbow Beach oder Hervey Bay. Die Straße führt nicht immer direkt am Strand vorbei und teilweise muss man Nationalparks umfahren, weshalb die Distanzen nicht zu unterschätzen sind. Noch dazu wird es recht zeitig dunkel (im australischen Frühling um 18.00 Uhr). 1-2 Übernachtungen sollte man daher auf dem Weg schon mindestens einplanen, um die Reise in aller Ruhe genießen zu können. Noosa Heads wird als St Tropez der Sunshine Coast gehandelt und ist eine entzückende Stadt mit einer einladenden Esplanade und schönen Stränden. Im Noosa Nationalpark gibt es Wanderwege durch den Regenwald oder mit traumhafter Aussicht aufs Meer.

Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt und gehört zum Unesco-Kulturerbe. Es ist ein wahres Naturparadies mit vielen Schätzen, die es zu entdecken gibt. Man kann die Insel mit einem 4WD selbst erkunden oder eine der vielen geführten Touren in Anspruch nehmen. Aufgrund einer knappen Zeitplanung haben wir uns für eine 1-Tagestour mit dem Veranstalter Fraser Explorer Tour entschieden. Diese kann von Hervey Bay oder von Rainbow Beach aus gestartet werden. Fraser Island ist für seine atemberaubend schönen Naturlandschaften, seine Regenwälder, die wilden Dingos (wilde Hunderasse), das Schiffswrack Maheno, seine endlos langen Strände, den türkisblauen Süßwassersee mit weißem Sandstrand Lake McKenzie, Indian Heads und Eli Creek.

Ich kann Fraser Explorer Tour als Veranstalter definitiv empfehlen. Der Guide untermalt den Ausflug mit humorvollen Erzählungen und interessanten Informationen über die Insel und seine Geschichte, wobei die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abgedeckt werden. Da Eurong die einzige Siedlung ist, wo es Shops, Cafés und Hotels gibt, findet das Mittagessen vieler Tour-Veranstalter in einem Speisesaal eines Hotels statt. Massenabfertigung pur mit einem all-you-can-eat Buffett mittelmäßiger Qualität ist die einzige Bemängelung der Tour. (Es gibt andere Veranstalter, die ein geschmackvolles Barbecue nahe des Lakes McKenzie anbieten)

Der Australia Zoo liegt 1 Stunde Autofahrt nördlich von Brisbane an der Sunshine Coast. Er ist vor allem durch seinen ehemaligen Leiter und „Crocodile Hunter“ Steve Irwin bekannt. Man sollte möglichst früh dort sein, denn es werden faszinierende Krokodil-, Schlangen- Tiger- und Vogelvorführungen über den Tag verteilt gezeigt. Für die reine Besichtigung des Zoos sollte man mindestens 3 Stunden einplanen. Nehmt euren Studentenausweis mit (auch wenn er schon abgelaufen ist), denn wir haben hier den Studentenpreis erhalten. Der Zoo ist so aufgebaut, dass man durch die Gehege der Kängurus gehen darf und somit das wunderschöne Erlebnis hat, diese zu streicheln. Es gibt Automaten, wo man Känguru-Futter kaufen kann. Die Kängurus sind aufgrund der vielen fütter-freudigen Besucher oft nachmittags schon sattgefressen, weshalb die Leute das Futter für einen abendlichen Snack neben ihnen ausleeren. Man kann also verteilt im Gehege so einige Futter-Häufchen finden und das ein oder andere Känguru freut sich dann doch noch über was zum Knabbern. Das Fell um das Maul fühlt sich weich an und das Känguru nimmt die Körner sanft und vorsichtig von der Hand. Ein herrliches Gefühl! :-)  Ein weiteres Highlight ist es, einen Koala zu streicheln. Obwohl sie schon so plüschig weich aussehen, war ich dennoch überrascht, dass ihr Fell so extrem weich ist – einfach nur zum Knuddeln!

Wenn ihr mit dem Auto unterwegs seid, empfehle ich euch, einen Abstecher zu den Glass-House Mountains zu machen, welche am Weg zwischen Brisbane und dem Australia Zoo liegen (ca. 30min Umweg). James Cook gab ihnen diesen Namen, da ihn die vom Regen nassen und dadurch glänzenden Gipfel an Glashäuser erinnerten. Vom Point Lookout (immer den Wegtafeln nachfahren) hat man einen wunderschönen Rundblick auf die 12 Vulkanhügel. Es gibt zahlreiche Wanderwege in dem Nationalpark, jedoch hatten wir leider keine Zeit, diese zu erkunden.

Die Gold Coast liegt südlich von Brisbane und lockt ebenfalls mit großartigen Stränden. Surfer’s Paradise ist ein Touristenmagnet. Es erinnert sowohl von der Landschaft (auf der einen Seite das Meer, auf der anderen ein Fluß), als auch von den vielen Hochhäusern und vom Lebensgefühl her sehr Miami. Zahlreiche Restaurants, Bars, Shops und Cafés sind nebeneinander aufgereiht und man wird oft von Promotion-Girls&Boys angesprochen, die für Discos werben. Wer Trubel, Fortgehen, Sehen-und-Gesehen-Werden mag, ist hier genau richtig.


Wer eher das authentische und gemütliche Strandleben sucht, sollte eher nach Coolangatta fahren. Dieses liegt ca. 45min Autofahrt nördlich und ist auch mit dem öffentlichen Linienbus gut zu erreichen. Von hier aus hat man eine wunderschöne Sicht auf die Skyline von Surfer’s Paradise. Man hat von netten Spazierwegen aus eine tolle Sicht auf die Surfer und auf Delfine und Wale. Alles geht hier ruhiger zu, man kann beobachten, dass die Einheimischen das Leben hier am Strand in vollen Zügen genießen.
Am Point Danger in Tweed Heads (ist mit Coolangatta zusammengewachsen), treffen die beiden Staaten Queensland und New South Wales aufeinander. Die Stadt liegt somit halb in den einem, halb in den anderen Bundesstaat. Dies sorgt für einige Monate im Jahr für Verwirrung, die eine Straßenseite in News South Wales Sommerzeit hat, die andere Straßenseite in Queensland jedoch nicht.

Byron Bay gilt als entspannte Stadt, die einen besonderen „Vibe“ hat. Und tatsächlich herrscht in dieser kleinen charmanten Stadt ein besonderes Flair, das kaum in Worte zu fassen ist. Hier spürt man die Gemütlichkeit, den Genuss und kann in aller Ruhe die Seele baumeln lassen. Die Stadt hebt sich durch nette Surfershops und bunte Cafés von den anderen eher Städten an den Küsten mit ihren eher amerikanischen Baustil ab. Man spürt hier ein bisschen die Hippie-Mentalität. Byron Bay hat in Australien auch einen alternativen Ruf, da sich viele Künstler hier niederlassen. Durch die lange Bucht ist es ein idealer Ort zum Surfen und auch die Nähe zur Hippie-Stadt Nimbin macht es für Backpacker sehr beliebt. 
Der Leuchtturm ist das Wahrzeichen von Byron Bay. Man kann zu Fuß über einen Spazierweg hinaufgehen oder man fährt mit dem Auto, wobei das Parken gebührenpflichtig ist. Hier befindet sich der östlichste Punkt des Festlands Australiens.
Wer nach Australien kommt, bringt hoffentlich viel Zeit mit, denn es hat so viele unterschiedliche faszinierende Städte, Landschaften und Lebensstile zu bieten. Ich freue mich auf meine nächste Reise nach Darwin, wovon ich euch gerne berichte. Bis dahin wünsche ich euch alles Liebe & schicke euch herzliche Grüße aus Down Under!

Eure Tina

Einige Tipps:
Der Greyhound Bus ist eine gute und günstige Möglichkeit, durch Australien zu reisen. Es empfiehlt sich, einen „Traveller Pass“ zu kaufen. Hiermit hat man die Möglichkeit, auf einer bestimmten Strecke innerhalb eines Zeitraums so oft ein- und auszusteigen, wie man möchte. 
Flüge innerhalb Australiens sind teilweise auch recht günstig. Auf der Homepage www.webjet.com.au kann man die Preise der verschiedenen Fluggesellschaften vergleichen und direkt buchen (wie bei checkfelix.com).
Von und zu den Flughäfen Sydney und Brisbane gehen nur private Züge, die verhältnismäßig teuer sind. Oft ist ein Sammeltaxi günstiger, wenn man zu mehr reist; oder eure Unterkunft kann eine Transfer für euch arrangieren.  Man kann sich auch erkundigen, ob ein Linienbus in die Stadt führt, welcher nur wenige Dollar kostet (wie z.B: in am Flughafen Gold Coast). Oft ist es günstiger, ein Retourticket mitzukaufen, wobei man die Gültigkeitsdauer beachten muss.
Über www.booking.com haben wir viele Hotels gebucht, die nur wenige Dollar teurer als Hostels waren und bei weitem mehr Komfort geboten haben. Diese Buchungsmaschine hat sich immer wieder als hervorragend bewährt, wobei die Unterkünfte gut beschrieben und ehrlich bewertet sind und der Endbetrag von Beginn an klar definiert ist.
Studentenrabatte sind in Australien teilweise schwer zu erhalten. Für öffentliche Verkehrsmittel in den Städten oder Eintritte zu Museen muss man Student in Australien oder gar in dem jeweiligen Bundesstaat sein. Für Fähren und den Australischen Zoo haben wir jedoch einen Rabatt erhalten.

Tina Sturm, 2010

← zurück