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Vietnam - FRANGLE.org goes EAST 2010

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2. Okt. 2010 Wir sind in Vietnam angekommen

Hanoi, die Hauptstadt Vietnams, ist der pulsierende Nerv im Norden des Landes. Von Sonnenaufgang an dominiert der Verkehrslärm und das Getümmel auf den Straßen. Hanoi ist laut und stickig, schmutzig und beklemmend – aber die Stadt mit Ihren vielen Seen und dem charmanten Französischen Viertel hat auch viel Flair und Ausstrahlung. Am Besten schläft man in einer ruhigeren Nebenstraße im Old Quarter. Von hier aus sind wir in der Nähe der unzähligen Geschäfte und Verkaufsstände. Aber auch die meisten Cafés und Bars sowie unzählige Straßenrestaurants sind in Gehweite.


Wir hatten besonderes Glück, da wir mitten in die 1000-Jahr-Feierlichkeiten der Stadt geraten sind. Am Abend verwandelte sich die Gegend um den Hoan Kiem-See in eine Fußgängerzone mit vielen Bühnen und Shows und ca. 1 Million Menschen auf der Straße. Von traditionellem Tanz und Schauspiel bis hin zu pompöser Musik und Akrobatikvorführungen zeigte sich der Realsozialismus von seiner besten und buntesten Seite. Und nahezu jeder hier feiert mit und bezeugt mit den „I love Ha Noi-T-Shirts“ dass die Stadt ruhig noch einige Jahrtausende stehen kann.

5. Okt. 2010 - Auf James Bonds Spuren in die Ha Long-Bucht

Wer kennt sie nicht die unglaublichen Bilderr der Ha Long-Bucht. Schon James Bond drehte hier in „Der Mann mit dem goldenen Colt“ mit einer Dschunke seine Runden und jagte Bösewicht Scaramanga, alias Christopher Lee. Und nicht umsonst gehören die 2000 Felsen seit 1994 zum Unesco-Weltkulturerbe.

Wir haben den unkonventionellen Weg mit den öffentlichen Bussen und dem Slowboat über die Stadt Hai Phong zur Hauptinsel Cat Ba genommen und erst am nächsten Tag die Entdeckung der Insel in Angriff genommen. Als Alternative gibt es auch direkt geführte Touren von Hanoi aus, die eine Übernachtung auf einer Dschunke beinhalten. Jedes Hotel und unzählige Sinh Cafés (Reisebüros) in Hanoi bieten diese Touren an. Ab € 40,- bis € 300,- für drei Tage sind alle Komfortstufen zu buchen. Am besten ein wenig herumfragen.


Wir haben einen Eintagestrip von Cat Ba aus gemacht, der nahezu die selbe Route nimmt und auch eine beeindruckende Höhle, die Boat People und die Monkey-Island besucht. James Bond ist uns zwar nicht begegnet, aber die Ha Long-Bucht ist auf alle Fälle ein Must-See wenn man in der Gegend von Hanoi ist. Und dann ging es wieder zurück in die Hauptstadt zur 1000-Jahr-Feier Hanois...

7. Okt. 2010 Non-Profit Restaurants mit sozialem Backround – wir haben zwei Projekte in Hanoi besucht

Wer Hanoi kennt, der weiß, alle paar Stunden benötigt jeder eine kurze Pause von all dem Mopedgehupe, Verkehr, den vielen Menschen, den unzähligen Verkaufsständen und dem allgemeinen nie endenden Chaos der Stadt. Es gibt zwei Café-Restaurants, die ihr besuchen und damit gleich auch einfach Gutes tun und deren Arbeit unterstützen könnt.

„Smile Restaurant“ und „Café Koto“ sind Non-Profit-Ausbildungsstätten für benachteiligte Jugendliche,die dort die Möglichkeit bekommen, eine kostenlose Restaurantausbildung zu absolvieren.

Viele der Jugendlichen sind Waisen ohne besonders gute Zukunftsaussichten. Mit der ein- bis zweijährigen Ausbildung können sie ihr Leben positiv verändern. Die Unterkunft während der Zeit wird ebenso kostenlos im angrenzenden Wohnhaus der Schule zur Verfügung gestellt wie der Unterricht im Kochen, Service und Bartraining,  In den Restaurants lernen sie die Praxisseite kennen und können Gelerntes umsetzen. 

Wir haben uns die Projekte vor Ort näher angesehen. Die Schüler sind für unsere Verhältnisse noch ein wenig „wackelig“, ihr Englisch ist noch im Anfangsstadium aber sie wirken überaus freundlich und motiviert. Man merkt, es macht ihnen Spaß. Yan, der Manager des Smile Restaurants, unterrichtet selbst auch an der Schule und ist sogar TV-Koch im lokalen vietnamesischen Fernsehen, wie wir in unserem Gespräch herausgefunden haben. 

Wir durften auch einen Blick in die Küche werfen -viele weiße Mützen, hektisches Treiben,  und eine überaus sympathische und hochmotivierte Küchenlehrerin gab den Ton an. Das Essen und Getränke waren wirklich gut, die Preise sind ein wenig höher als in anderen Cafés, es kommt allerdings alles dem Projekt zu Gute.  Tolle Projekte, die es lohnen, kurz auf ein Getränk vorbeizuschauen!

Evelyn & Werner, 2010
FRANGLE.org

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