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Malaysia - FRANGLE.org goes East 2010

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20. Okt. 2010 Malaysia - Fisch ohne Kopf und ein Affentheater am Strand

„Do you have a fillet of fish? Nach einem ratlosen Blick: „A fish without head, eyes...“

Ah, yes we have. No problem. Which one do you want?, meinte sie und zeigt auf die Platte mit den vorbereiteten frischen Fischen“ Ganz egal, antwortete ich."This one OR that one, please“.

Als die Kellnerin dann wenig später in einem kleinen Einheimischenlokal auf Pulau Pangkor, einer Insel an der Westküste Malaysias, mit dem Essen kam, schauten mir auf einem Teller vier große runde Augen entgegen – die Augen von zwei Fischen (die ich entweder/oder bestellt hatte) inklusive ihren Köpfen, Gräten und allem was sonst noch dazugehört. Wieder einmal ist meine Bestellung anders angekommen als gemeint, was uns in Südost-Asien schon so oft passiert ist.;-)

FRANGLE.org ist mittlerweile auf einem kurzen Zwischenstopp in Malaysia gelandet.


Die Hauptstadt Malaysias, Kuala Lumpur erinnert beim ersten Entdeckungsrundgang sehr an Dubai mit den unzähligen futuristischen Wolkenkratzern, peinlichst gepflegten Park- und Straßenanlagen, amerikanischen Fastfood-Ketten und den in Tüchern gehüllten Frauen. Malaysia ist ein muslimisches Land, auch wenn die Hauptstadt international geprägt ist. Geschäftsleute aus aller Welt, darunter sehr viele Inder, arbeiten hier.

Ruhiger wird es auf den unzähligen Inseln nicht weit von den Küsten des Landes entfernt. Und so bin ich in einem kleinen Restaurant direkt am Wasser, die Füße im Sand und versuche meine beiden mir mit großen Augen entgegenschauenden Fische auseinander zu nehmen...

 

Wer nur einen kurzen Zwischenstopp in Kuala Lumpur einlegt – der Flughafen ist Drehscheibe für ganz Südostasien und Hub der Fluglinie AirAsia - dem sei nach ein bis zwei Tagen Großstadt ein kurzer Abstecher auf die Insel Pulau Pangkor, an die Westküste empfohlen. Die Insel ist noch ein Geheimtipp, vor allem Einheimische verbringen hier ihre Wochenenden. Der Bus fährt vom recht abenteuerlichen aber „zu meisternden“ Hauptbusbahnhof in Kuala Lumpur weg rund 3,5 Stunden bis in die Küstenstadt Lumut. (Preis ca. EUR 6,-) Von dort setzt alle 20 min eine Fähre zur Insel hinüber. Der schönste Strand ist eindeutig Coral Bay bei Teluk Nipah. Die freilaufenden Äffchen hier lassen auch nicht lange auf sich warten und so wurden auch meine beiden mitgebrachten Bananen bald gestohlen aber zumindest die Fotokamera ließen sie mir. Ein paar Strandtage lassen sich auf der Insel herrlich verbringen bevor es wieder in den Trubel der Großstadt zurückgeht.

23. Okt. 2010 Unser Besuch bei Yayasan Sunbeams Home in Kuala Lumpur

Zwei Betreuerinnen schneiden Gemüse in der Küche und bereiten das Abendessen vor, Buben spielen Fußball im Vorhof des Hauses, einige Mädchen sortieren Wäsche, fünf Kinder im Volksschulalter sitzen an einem Tisch und malen – ein ganz normaler Tag in einem Waisenheim in Kuala Lumpur.

Wir haben heute unser Projekt „Yayasan Sunbeams Home“ besucht und mit Helen, einer Betreuerin vor Ort, über ihre Arbeit gesprochen. „Wir haben hier momentan 60 Kinder im Alter von 1 bis 22 Jahren, um die wir uns kümmern. Arbeit gibt es genug hier.“ Die Kinder kommen aus der Hauptstadt und Umgebung. Viele sind ohne Eltern, andere haben nur noch einen Elternteil, der sich aus verschiedenen Gründen nicht mehr um das Kind kümmern konnte. 
Neben dem Waisenhaus wird auch ein Day Care Center betreut. Eltern können ihre Kinder dort unter Tags unterbringen, während sie den Lebensunterhalt verdienen.

Pastor Alvin Tan und seine Frau Lucy haben vor rund 16 Jahren zu Beginn ihrer Pensionierung - sie waren beide Lehrer -  begonnen, dieses Heim zu errichten. Die ersten beiden Kinder waren zwei Halbbrüder von 7 Jahren und 18 Monaten. Das Heim finanziert sich ausschließlich aus privater Unterstützung.

Pastor Alvin und seine Frau bitten ausdrücklich auch um Sachspenden und listen auf ihrer Website genau auf, was sie benötigen. Angefangen von verschiedensten Lebensmitteln über Medikamente bis hin zu Pölstern, Kissen, Seife, Haarshampoo, Putzmittel oder Kopierpapier und Schreibhefte, alles was vorbeigebracht wird, wird auch dankbar verwendet.
Wir konnten heute einen kleinen Beitrag zur beeindruckenden Arbeit hier im Heim leisten und haben Multivitamintabletten, Hustensaft, Verbandszeug (vielen Dank an Manuela Divjak für die Unterstützung) sowie gebrauchte Kleidung, Seife, Zahnbürsten und Zahnpasta vorbeigebracht.

„Please tell all your friends about our work here. We need every support we can get and appreciate any help.“, meinte Helen zum Abschied.

Hier kommt ihr zu unserem Projekt: Yayasan Sunbeams Home Kuala Lumpur >>

Evelyn Priesch, 2010
FRANGLE.org

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