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Asiens Megacity Hongkong - zwischen Gucci und alten Traditionen

11 Tage sind wir hier in HongKong. Wir sind einfach begeistert! Hongkong kennt man eher als Businesstreffpunkt der Superlative, als den asiatischen Börsenplatz und die Megacity schlechthin. Doch die Stadt am Ende des Pearlriver hat uns vollkommen überrascht: Es übertrifft New York City in seiner Hektik und Überdimensionalität bei weitem und gleichzeitig genießt man die vollkommene Ruhe auf einer der unzähligen vorgelagerten Inseln oder in den unberührten Naturparks am Festland.
Kaum zu glauben, aber 80 Prozent der Fläche Hongkongs ist naturbelassene Waldfläche. Die restlichen 20 Prozent aber haben es in sich: Modernste Architektur, schillernde Hausfasaden, High-Tech wohin das Auge sieht. Aber auch 50 Jahre alte Fähren und noch ältere Straßenbahnen beherrschen das Stadtbild.

Hongkong ist eine gelungene Mischung aus Tradition und Moderne, westlicher und östlicher Kultur und Nationalitäten. Hongkong ist aber vor allem die pulsierendste Stadt, die wir je gesehen haben. Für Autofanatiker ist diese Stadt aber eine wahre Besonderheit: Auf HK-Island sieht man neben den unzähligen Taxis vor allem Luxuskarossen aller Marken. Kaum fährt ein Ferrari ums Eck, wird er von einem Bentley überholt, der wiederum von einem Aston Martin und einem Rolls Royce gefolgt wird. Die neuesten Modelle von Mercedes, Porsche und Lexus fallen in diesem High End-Corso gar nicht mehr auf. Der Luxus kennt hier keine Grenzen. Wir treffen in der Causeway Bay auf jede Nobelmarke, die hier exklusivste Shops betreibt. Während man jedoch in Paris oder London stets an leeren Cartier- oder Gucci-Filialen vorbeigeht, sind hier in HK die Geschäfte voll.

Wir sind dem Kaufrausch nicht erlegen, da unsere Freigepäcksgrenze bei 23 kg liegt und wir ja unser Kitesurf-Ausrüstung auch dabei haben. Zum Surfen ist das Wasser ein wenig zu kalt. Wir ließen es uns aber nicht nehmen, bei einem Ausflug auf die Insel Cheung Chang den beliebtesten Surfstrand zu besuchen und zumindest die Zehen ins 14°C kalte Südchinesische Meer zu stecken - brrrrrrrr.

Die Fähren sind alle sehr preiswert - je nach Entfernung vom Festland oder HK-Island sind zwischen € 1 und € 3 zu zahlen. Die Überfahrt ist meist in modernsten Speed-Katamaranen. Lediglich die Hafenüberfahrt ist in den klassischen Starferries, die teilweise einige Jahrzehnte auf dem Buckel haben. Auch sie sind sehr günstig - eine Hafenüberquerung kostet ca. € 0,30 und bietet einen unvergleichlichen Blick auf die Skylines beider Seiten. Wenn man die Überfahrt zwischen 20:00 und 20:15 Uhr nimmt, bekommt man jeden Abend eine tolle Lichtershow zu sehen, bei der die Hochhäuser koordiniert leuchten sowie Scheinwerfer und Laser ins nächtliche Hongkong senden. Diese Lichtershow ist natürlich auch sensationell vom Pier in Kowloon und natürlich vom Victoria Peak zu sehen.

Der Viktoria Peak ist der höchste Punkt von HK-Island und am leichtesten mit der Peak-Tram, einer wirklich sehenswerten Standseilbahn, zu erklimmen. Oben angekommen, empfiehlt es sich einige Zeit und vielleicht den einstündigen Rundwanderweg einzuplanen.

Zusammenfassend ist HK eine fesselnde, faszinierende Stadt der Superlative. Man sollte mindestens eine Woche einplanen um auch ein wenig abseits der bekannten Touristenrouten und Märkte die Ruheoasen der Inselwelt zu erkunden. Ein echter Nachteil muss allerdings erwähnt werden: Die Luftqualität ist aufgrund der vielen Fabriken im nahen chinesischen Shenzhen eine Belastungsprobe für Hals und Lungen. Wir haben dieser Tatsache nur eines entgegenzusetzen: Nach zehn Tagen in HK geht es weiter ins reine Naturparadies von New Zealand...
Evelyn und Werner, FRANGLE.org - Reisen und Helfen
Januar 2011 - FRANGLE goes Round the World Tour


