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Bali/Indonesien - Die absolute Freiheit

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Selamat Pagi (Guten Morgen) in Bali!

Neue Erfahrungen, neue Leute, fremde Länder und vor allen Dingen die Freiheit dorthin zu gehen, wohin auch immer der Wind mich verschlägt, das war, was meinen Geist bestimmte.

Mir wurde schnell bewusst, dass Reisen, speziell in so kulturell anderen Ländern wie Indonesien, nicht immer ein Zuckerschlecken ist. Nach 15 Stunden Flug und weiteren 8 Stunden Aufenthalt in Doha schlägt mir, endlich angekommen, die Hitze Denpasars ins Gesicht. Der Plan war eigentlich einfach. Ich sollte ein Taxi nehmen und zur Adresse meiner Gastgeberin, welche ich über die Internet Plattform “Couchsurfing” kennengelernt habe, chauffiert werden. Doch nichts da! Das wäre doch viel zu einfach! Das Taxi konnte die Adresse nicht finden und auf meinen Wunsch nach einem billigen Hotel wurde ich zu einem Laden gebracht der mich mehr kostete als eine ganze Woche in einem normalen Hotel. Naja, selbst schuld. Die Couchsurferin habe ich bis heute nie kennengelernt.

 

Doch dies hat mir wohl die erste Lektion erteilt. Liebe Lena, man sollte sich wenigstens ein bisschen mit der Währung des Landes auskennen. Und man sollte Lonely Planet vertrauen, welcher sagt dass Kuta der Ort ist an dem jeder Tourist mit Sicherheit einen Kulturschock bekommt. Naja, also verlasse ich nach zwei Tagen Kuta auf schnellstem Wege und ziehe mich für vier erholsame Tage nach Padangbai zurück. Dort war das Leben wie man es sich auf einer kleinen Insel wie Bali vorstellt, kein Stress, billig, und freundlich. Doch nach vier Tagen wusste ich, es wurde Zeit, weiter zu ziehen und so buchte ich kurzer Hand meinen Transport auf die Mini-Insel “Gili Trawangan”. Hier blieb ich für zwei Wochen stecken zwischen Kutschen, Surfen, und Parties.

 

Die Besteigung des zweithöchsten Vulkans Indonesiens, des Rinjanis, brachte mich an meine Grenzen! der atemberaubende Ausblick, die heißen Quellen und das Schwimmen im Kratersee hatten einen sehr hohen Preis! Während die Porter unserer 12-köpfigen Gruppe in Flipflops und mit einem Bambusstab mit zwei Körben voll mit Gepäck den 3726 Meter hohen Vulkan mit links erklommen, bezwang ich die größte Anstrengung meines Lebens!

 

Danach war faul sein angesagt. so machte ich mich auf den Weg nach Ubud, das kulturelle Zentrum Balis. Ich genoss Ubud – doch die Kultur und das „wahre Bali“ fand ich anderswo.

 

Nach einer Woche relaxen am Pool wurde es Zeit für das nächste Abenteuer! So führte das Schicksal eine spanische Schweizerin, eine schweizerische Madagaskin und eine Türkin mit mir zusammen. Wir waren ein unschlagbares Team! Nach dem Motto „ das Beste zum Schluss“ wurde unser „Girlsroadtrip“ zu einem einmaligen, unvergesslichen, lustigen und lehrreichen Abschluss meiner 37 Tage auf Bali, Lombok und Gili Trawangan.

 

Jetzt sitze ich hier in Perth und warte auf meine nächste wertvolle Erfahrung. In drei Tagen starte ich meinen Job als reisende Fundraiserin für NGOs wie Amnesty International, Greenpeace, oder das Rote Kreuz.

 

Warum ich so jung allein reise? Gibt es denn etwas Besseres? Ich habe gerade die Matura geschafft, keine Ahnung welchen weiteren Weg ich in Österreich verfolgen will und noch keine Einschränkungen wie eigene Wohnung, Auto oder fixen Job. Allein weil ich nicht allein sein will. und besser als eine fixe Freundin bzw. Freund sind viele viele Freunde von Schweden, Norwegen, USA, Indonesien, Österreich, Frankreich, Deutschland, Chile, Niederlande, Schweiz, Türkei, Japan und Australien.

Es lebe die absolute Freiheit!!

Helena Götsch

 

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